Super Micro: 122-Prozent-Sprung auf 10,2 Mrd. Dollar
Super Micro Computer sieht sich mit wachsendem Druck von Nvidia und Behörden zu Exportkontrollen konfrontiert, trotz eines Rekordumsatzes von über zehn Milliarden Dollar.

- Nvidia-Chef fordert strengere Compliance
- Schmuggelvorwürfe belasten Partnerschaft
- Quartalsumsatz steigt um 122 Prozent
- Großanleger nutzen Kursschwankungen zum Einstieg
Nvidia-Chef Jensen Huang erhöht den Druck auf Super Micro Computer. Der Vorwurf wiegt schwer: Lücken in den Exportkontrollen sollen illegale Lieferungen von KI-Hardware ermöglicht haben. Nun fordern Partner und Behörden radikale Konsequenzen beim Compliance-Prozess.
Schmuggel-Vorwürfe belasten die Partnerschaft
In Taiwan wurden drei Personen festgenommen, die Nvidia-Chips unter falscher Flagge nach China geschleust haben sollen. Indes läuft ein Verfahren des US-Justizministeriums gegen einen Mitbegründer des Unternehmens. Dabei geht es um den Schmuggel von Technologie im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar.
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Obwohl Super Micro Computer als Unternehmen in Taiwan bisher nicht direkt beschuldigt wird, wächst die Nervosität am Markt. Die räumliche und personelle Nähe zu den Vorfällen schürt Sorgen vor regulatorischen Sanktionen. Nvidia drängt nun öffentlich auf eine massive Verschärfung der internen Kontrollsysteme.
Rekordumsatz trifft auf hohe Erwartungen
Abseits der juristischen Schattenseiten wächst das operative Geschäft rasant. Der Quartalsumsatz kletterte um über 122 Prozent auf 10,24 Milliarden US-Dollar. Damit verfehlte der Konzern zwar die hohen Erwartungen einiger Analysten, lieferte beim Gewinn jedoch ab.
Der Gewinn je Aktie lag mit 0,84 US-Dollar deutlich über der Konsensschätzung. Für das vierte Quartal peilt das Management nun eine Spanne zwischen 0,65 und 0,79 US-Dollar an.
An der Börse sorgten die Nachrichten für heftige Ausschläge. Dennoch verbucht das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von rund 27 Prozent.
Institutionelle Käufe und neue Engpässe
Großanleger nutzen die volatilen Phasen offenbar zum Einstieg. Die Arvest Bank Trust Division erwarb jüngst über 84.000 Anteile, auch der staatliche Pensionsfonds Südkoreas baute seine Position aus. Derweil rücken neue technische Hürden wie das Wärmemanagement und die Stromverteilung in Rechenzentren in den Fokus.
Die Suche nach einem neuen Finanzvorstand bleibt eine der drängendsten Aufgaben für die Konzernspitze. Analysten sind gespalten: Während Befürworter auf die fundamentale Stärke im KI-Infrastrukturmarkt setzen, verweisen Skeptiker auf die ungelösten Rechtsrisiken.
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