Super Micro: 28-Prozent-Crash auf 29,27 Dollar

Super Micro Computer kündigt Kapitalerhöhung über sieben Milliarden Dollar an. Die Aktie bricht daraufhin um fast 28 Prozent ein.

Die Kernpunkte:
  • Kapitalerhöhung über sieben Milliarden Dollar
  • Aktie stürzt um 28 Prozent ab
  • Geld für KI-Komponenten vorgesehen
  • Auftragsbestand von 39 Milliarden Dollar

Die Aktie von Super Micro Computer erlebte diese Woche einen heftigen Einbruch. Auslöser: Das Unternehmen kündigte eine Kapitalerhöhung über sieben Milliarden Dollar an.

Das Geld soll in den Einkauf kritischer Komponenten fließen. Grundlage ist ein Auftragsbestand von rund 39 Milliarden Dollar für KI-Server, der abgearbeitet werden muss.

Der Kurssturz

Am 10. Juni schloss die Aktie bei 29,27 Dollar – ein Tagesverlust von knapp 28 Prozent. Das Handelsvolumen explodierte auf 184 Millionen Aktien, mehr als das Dreifache des Dreimonatsdurchschnitts.

Bereits am Vorabend war der Kurs im nachbörslichen Handel um 7,6 Prozent gefallen. Die Ankündigung der Kapitalmaßnahme traf die Anleger kalt.

So ist die Finanzierung strukturiert

Das Sieben-Milliarden-Paket teilt sich in drei Teile:

  • Öffentliches Angebot: Fünf Milliarden Dollar, davon 1,25 Milliarden in Stammaktien und 3,75 Milliarden in wandelbaren Vorzugsaktien.
  • ATM-Programm: Ein weiteres Programm über zwei Milliarden Dollar, das ab dem dritten Quartal 2026 starten soll.

JPMorgan, Goldman Sachs und Citigroup begleiten die Emission. Das Geld ist für teure KI-Komponenten bestimmt – etwa fortschrittliche GPUs und High-Bandwidth-Speicher. Mehr als 20 Kunden warten auf ihre Aufträge.

Warum die Anleger nervös reagieren

Die Sorge der Investoren ist nachvollziehbar. Die neuen Aktien verwässern den Wert der Altaktien. Und die Aufträge in der Pipeline sind nicht fest zugesagt – sie können jederzeit storniert werden.

Hinzu kommt ein Problem mit den Margen. Die Bruttomarge liegt laut Geschäftsberichten zwischen 8,4 und 9,9 Prozent. Die steigenden Kosten für KI-Komponenten setzen die Profitabilität weiter unter Druck.

Gründer und Chef Charles Liang setzt deshalb auf spezialisierte Server mit Flüssigkeitskühlung. Das soll der entscheidende Vorteil gegen Rivalen wie Dell und Hewlett Packard Enterprise sein.

Die Marktkapitalisierung liegt nach dem Kurssturz noch bei rund 18 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs ist weit von seinen Höchstständen aus dem Jahr 2025 entfernt. Die entscheidende Frage: Schafft es das Management, den milliardenschweren Auftragsbestand in echtes Umsatzwachstum zu verwandeln – ohne dass die Aktionäre die Zeche zahlen? Die kommenden Quartale werden zeigen, ob dieser Drahtseilakt gelingt.

Anzeige

Super Micro Computer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Super Micro Computer-Analyse vom 11. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Super Micro Computer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Super Micro Computer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Super Micro Computer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Super Micro Computer