Super Micro Computer Aktie: 18 Prozent Bewegung erwartet

Super Micro Computer präsentiert Q4-Zahlen: Rekordaufträge über 60 Mrd. Dollar, deutlich angehobene Bruttomargenprognose und uneinheitliche Analystenurteile.

Die Kernpunkte:
  • Rekordauftragseingänge von über 60 Milliarden Dollar
  • Bruttomargenprognose deutlich auf 15-17 Prozent angehoben
  • Analysten uneins: Kursziele zwischen 34 und 45 Dollar
  • Optionsmarkt erwartet Kurssprung von rund 18 Prozent

Am nächsten Dienstag, dem 11. August, richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf Super Micro Computer. Das Unternehmen wird seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 vorlegen. Im Zentrum des Anlegerinteresses stehen dabei die Umsetzung eines rekordverdächtigen Auftragsbestands von über 60 Milliarden US-Dollar sowie die Nachhaltigkeit der jüngst angehobenen Margenprognosen.

Rekordaufträge und verbesserte Profitabilität

Bereits im Vorfeld der detaillierten Veröffentlichung gab Super Micro Computer eine vorläufige Aktualisierung bekannt. Demnach verzeichnete das Unternehmen im vierten Quartal Auftragseingänge im Wert von mehr als 60 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser massiven Nachfrage wird der Umsatz voraussichtlich am unteren Ende der Spanne von 11,0 Milliarden bis 12,5 Milliarden US-Dollar liegen.

Besonderes Augenmerk gilt jedoch der Profitabilität: Das Management hob die Schätzungen für die Bruttomarge deutlich an. Statt der ursprünglich erwarteten 8,2 bis 8,4 Prozent stellt das Unternehmen nun eine Spanne von 15 bis 17 Prozent in Aussicht. Diese Entwicklung wird auf einen vorteilhaften Produktmix zurückgeführt. Medienberichten zufolge rechnen Analysten im Konsens für das vierte Quartal mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 0,68 und 0,70 US-Dollar bei einem Umsatz von rund 11,0 Milliarden bis 11,55 Milliarden US-Dollar.

Analysten im Zwiespalt zwischen Wachstum und Lieferketten

Die Erwartungen der Analystenhäuser an die künftige Entwicklung gehen derzeit auseinander. Vijay Rakesh vom Analysehaus Mizuho bestätigte gestern seine neutrale Einschätzung, senkte jedoch das Kursziel von 44,00 auf 34,00 US-Dollar. Als Begründung führte der Experte Engpässe bei der Speicherversorgung sowie potenzielle Verzögerungen bei Rechenzentrumsprojekten an.

Ein optimistischeres Bild zeichnete vorgestern Kevin Cassidy von Rosenblatt Securities. Er bekräftigte seine Kaufempfehlung und hob das Kursziel von 40,00 auf 45,00 US-Dollar an. Cassidy verwies auf das expandierende Auftragswachstum und sieht den Fokus der Investoren zunehmend auf der operativen Umsetzung der Projekte. Während einzelne institutionelle Investoren wie The Manufacturers Life Insurance Company gestern Verkäufe von Anteilen meldeten, bleibt die Aktie im Jahresverlauf mit einem Plus von 4,00 Prozent moderat in der Gewinnzone.

Hohe Volatilität und strategische Partnerschaften

Der Kapitalmarkt bereitet sich auf deutliche Kursbewegungen vor. Daten aus dem Optionsmarkt signalisieren eine implizite Preisbewegung von etwa 18 Prozent infolge der anstehenden Zahlenbekanntgabe. Dies übertrifft den historischen Durchschnitt der vergangenen vier Quartale von 17 Prozent. Die Aktie schloss gestern bei 30,44 US-Dollar und notiert damit aktuell 48,21 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 58,78 US-Dollar.

Parallel zur Bilanzvorlage startet am nächsten Dienstag der siebte jährliche „Open Storage Summit“. Bei dieser virtuellen Veranstaltung, die bis zum 3. September läuft, arbeitet Super Micro Computer mit 21 Technologiepartnern zusammen, darunter Branchengrößen wie AMD, Intel und IBM. Das Event unterstreicht die strategische Ausrichtung des Unternehmens im Bereich moderner Speicherlösungen und findet zeitgleich zum Earnings Call statt, der für Dienstagabend nach US-Börsenschluss angesetzt ist.

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