Super Micro Computer Aktie: Achtung, Stotterstart?
Nach dem Schmiergeldskandal um Mitgründer Wally Liaw senken mehrere Großbanken ihre Kursziele für Super Micro Computer. Analysten sehen erhebliche Reputationsrisiken und einen starken Margenverfall.

- Mehrere Großbanken senken ihre Kursziele deutlich
- Schmiergeldskandal um Mitgründer belastet Reputation
- GAAP-Bruttomarge ist drastisch eingebrochen
- Analysten warnen vor möglichen Kundenverlusten
Der Schmiergeld-Skandal rund um Mitgründer Wally Liaw zieht immer weitere Kreise. Nachdem die Aktie vergangene Woche infolge der Bundesanklage rund 33 Prozent einbrach, senken nun weitere Großbanken ihre Kursziele — und die Begründungen lesen sich wie ein Katalog ungelöster Probleme.
Citi, B of A und Co. verlieren das Vertrauen
Citi kappte das Kursziel am Dienstag von 39 auf 25 US-Dollar und begründet dies explizit mit dem erhöhten Reputationsrisiko durch die Exportkontroll-Vorwürfe. B of A Securities folgte mit einer Senkung von 34 auf 24 US-Dollar — ein Rückgang von knapp 30 Prozent — bei beibehaltener „Underperform“-Einstufung.
Bereits am Vortag hatte Northland Capital Markets das Rating von „Outperform“ auf „Market Perform“ zurückgestuft und ein neues Kursziel von 22 US-Dollar gesetzt. Argus stufte die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ herab und warnte, die Anklage wecke Erinnerungen an frühere Schwächen: Umsatzverfehlung, Margenprobleme und den beinahe-Rauswurf von der Nasdaq.
Die Anklage und ihre Folgen
Im Zentrum steht Liaw, der als Mitgründer und langjähriges Vorstandsmitglied beschuldigt wird, US-Server mit Nvidias KI-Chips im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar unter Umgehung der Exportkontrollen nach China geschmuggelt zu haben. Er trat am 20. März mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand zurück. Als Reaktion ernannte Super Micro DeAnna Luna zur kommissarischen Chief Compliance Officer — Luna verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im globalen Handelsrecht, zuletzt als Director of Global Export Licensing bei Intel.
Die operativen Zahlen aus dem zweiten Fiskalquartal 2026 — Umsatz von 12,7 Milliarden US-Dollar und eine Jahresprognose von mindestens 40 Milliarden — treten angesichts der juristischen Lage in den Hintergrund. Belastend wirkt zudem die GAAP-Bruttomarge, die von 11,8 auf 6,3 Prozent eingebrochen ist.
Kundenverluste als unterschätztes Risiko
Analysten richten den Blick zunehmend auf eine Gefahr, die in den Kurszielkorrekturen noch nicht vollständig eingepreist sein dürfte: Unternehmenskunden könnten ihre KI-Server-Bestellungen still und leise zu Wettbewerbern wie Dell Technologies oder Hewlett Packard Enterprise verlagern, solange das Verfahren läuft.
Citi formuliert es klar: Die Vorwürfe gegen drei mit Super Micro verbundene Personen, darunter den Mitgründer, erhöhen das Reputationsrisiko erheblich — und eine niedrigere Bewertung sei gerechtfertigt, bis mehr Klarheit über den weiteren Weg des Unternehmens bestehe. Aktuell wird die Aktie mit einem Forward-KGV von rund 8x gehandelt, deutlich unter historischen Vergleichswerten für einen KI-Infrastrukturanbieter dieser Größenordnung.
Eine Erholung setzt laut Analysten drei Dinge voraus: keine weiteren Anklagen auf Unternehmensebene, stabile Kundenbeziehungen trotz des Reputationsschadens — und eine Bruttomarge, die sich dauerhaft über dem aktuellen Tief von 6,3 Prozent stabilisiert.
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