Super Micro Computer Aktie: Gewinnmitnahmen im KI-Sektor?

Citigroup setzt das Kursziel auf 45 Dollar, während Super Micro Computer den Zusammenhang eines Exportkontrollverfahrens mit dem operativen Geschäft verneint.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert 2,1 Prozent
  • Früherer Auftragnehmer gesteht vier Anklagepunkte
  • Citigroup hebt Ziel auf 45 Dollar
  • Super Micro stellt auf OCP Summit aus

Im Sog von Gewinnmitnahmen nach einer mehrtägigen Rallye bei KI-Infrastrukturwerten hat die Aktie von Super Micro Computer gestern nachgegeben. Das Papier verbuchte ein Minus von 2,1 Prozent und ging bei 41,85 USD aus dem Handel. Medienberichten zufolge gab es für den Kursrückgang keinen unternehmensspezifischen Grund; vielmehr kühlte sich die Stimmung im gesamten Segment für Serversysteme nach den jüngsten Kursgewinnen ab.

Früherer Auftragnehmer bekennt sich schuldig

Parallel dazu wurde ein juristischer Vorgang um US-Exportkontrollen bekannt. Der Auftragnehmer Ting-Wei „Willy“ Sun bekannte sich gestern in vier Anklagepunkten schuldig, darunter wegen einer Verschwörung zur Verletzung von US-Exportbeschränkungen. Dem Verfahren lag der Vorwurf zugrunde, KI-Server nach China umgeleitet zu haben.

Wie Reuters berichtete, betonte Super Micro in einer Stellungnahme, dass das Unternehmen selbst in dem Fall nicht als Beklagter genannt wird. Der Vorgang habe zudem keine Auswirkungen auf das operative Geschäft. Das Unternehmen hatte die Zusammenarbeit mit Sun bereits beendet.

Citigroup hebt Kursziel an

An der Wall Street gab es ungeachtet der Kursschwankungen eine Neueinstufung. Die Analysten der Citigroup hoben am Donnerstag ihr Kursziel für das Papier von 39 $ auf 45 $ an, beließen die Einstufung jedoch auf Neutral. Die Neubewertung spiegelt die Erholung der vergangenen Monate wider: Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus der Aktie auf 43 Prozent.

Für neue fundamentale Impulse könnte bereits die kommende Woche sorgen. Vom 12. bis zum 15. Oktober tritt das Unternehmen als Aussteller auf dem OCP Summit im kalifornischen San Jose auf, wo die neuesten Entwicklungen rund um Rechenzentren und Serverarchitekturen im Mittelpunkt stehen.

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