Super Micro Computer Aktie: KI-Server treiben Asiens Chipwerte
Vorläufige Quartalswerte von Super Micro stützen Technologiewerte in Asien; geprüfte Ergebnisse folgen am 3. November.

- Umsatzausblick steigt auf 18,5 bis 19,5 Milliarden Dollar
- Bruttomarge von 12,0 bis 12,5 Prozent erwartet
- KOSPI gewinnt 4,6 Prozent, Nikkei 1,7 Prozent
- Geprüfter Quartalsbericht erscheint am 3. November
Super Micro Computer hat mit vorläufigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal die Stimmung am KI-Markt gedreht. Die Anhebung der Umsatzprognose fiel so deutlich aus, dass sie am Mittwoch quer durch Asien Chipwerte beflügelte.
Prognose weit über Erwartungen
Der Serverhersteller rechnet für das am 30. September beendete Quartal mit einem Umsatz zwischen 18,5 und 19,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen 14,5 bis 15,5 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Auch Analysten lagen mit rund 15 Milliarden Dollar deutlich darunter.
Als Treiber nennt Super Micro die gestiegene Nachfrage nach KI-Plattformen. Die Bruttomarge soll bei 12,0 bis 12,5 Prozent liegen, nach zuvor erwarteten 10,4 bis 10,8 Prozent. Verantwortlich sei vor allem ein günstigerer Kunden- und Produktmix.
Die Zahlen sind vorläufig und ungeprüft. Den vollständigen Bericht legt das Unternehmen am 3. November vor.
Im nachbörslichen US-Handel legte die Aktie am Dienstag um rund 12 Prozent zu und kletterte auf etwa 36 Dollar.
Rückenwind für Asiens Technologiewerte
Die Meldung wirkte als Stimmungsaufheller. Südkoreas Leitindex KOSPI sprang um 4,6 Prozent, der japanische Nikkei 225 gewann 1,7 Prozent. Samsung Electronics legte um 6,2 Prozent zu, SK Hynix um 6,5 Prozent. In Japan zogen Kioxia, TDK und Murata zwischen 3,5 und 4 Prozent an.
Super Micro baut Server mit Prozessoren und Beschleunigern von Nvidia und AMD. Die Umsätze gelten deshalb als Gradmesser für die Nachfrage nach Rechenzentrumshardware.
Die Erholung folgt auf eine schwache Woche für Technologiewerte. Steigende Anleihenrenditen und Zweifel an der Finanzierung der KI-Infrastruktur hatten Anleger zur Neubewertung gezwungen. Schuldenfinanzierte Rechenzentrumsprojekte, etwa rund um den Cloud-Anbieter CoreWeave, verstärkten die Schwankungen.
Parallel dazu profitierte die chinesische Zulieferkette. Foxconn Industrial Internet gewann 3,1 Prozent, Luxshare Precision 2,5 Prozent. TSMC stieg dagegen nur um 0,8 Prozent.
Am 3. November liefert Super Micro die geprüften Zahlen. Dann zeigt sich, ob die höhere Marge und der Umsatzsprung die vorläufigen Angaben bestätigen und die Branchenerholung trägt.
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