Super Micro Computer Aktie: Margendruck belastet
Der Serverhersteller meldet einen Umsatzrekord, doch die Profitabilität bricht ein. Ein neuer Lieferengpass bei Intel erschwert die geplante Margenerholung zusätzlich.

- Umsatz mehr als verdoppelt, Marge halbiert
- Lieferengpässe bei Intel als neues Risiko
- Unternehmen hebt Jahresumsatzprognose an
- Analysten uneins über zukünftige Bewertung
Super Micro Computer liefert derzeit ein paradoxes Bild: Während der KI-Boom die Umsätze explodieren lässt, schmilzt die Profitabilität dahin. Trotz einer angehobenen Jahresprognose bleiben Anleger skeptisch, da die Kostenkontrolle zur Herausforderung wird. Ein neuer Engpass bei einem wichtigen Zulieferer könnte die geplante Erholung der Margen nun zusätzlich erschweren.
Umsatzrekord trifft auf Gewinnschwund
Die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verdeutlichen das zentrale Dilemma des Server-Herstellers. Zwar kletterte der Umsatz auf 12,7 Milliarden US-Dollar – ein massiver Anstieg von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch dieses Wachstum wurde teuer erkauft. Die Bruttomarge brach auf 6,3 Prozent ein, was im Vergleich zu den 11,9 Prozent des Vorjahresquartals fast einer Halbierung entspricht.
Obwohl der Umsatz sich mehr als verdoppelte, stieg der Bruttogewinn lediglich um 19 Prozent. Diese Diskrepanz zeigt, dass Super Micro Computer derzeit Marktanteile und Umsatzwachstum über Profitabilität stellt. Das Unternehmen generiert inzwischen über 90 Prozent seiner Erlöse mit KI-Plattformen, sieht sich dort aber einem intensiven Preiswettbewerb ausgesetzt.
Abhängigkeit von Intel als Risiko
Zu den hausgemachten Margenproblemen gesellt sich nun ein externes Risiko. Analysten wiesen gestern darauf hin, dass die wichtige „BigTwin“-Serverplattform des Unternehmens auf Intels Xeon 6 Prozessoren angewiesen ist. Aktuelle Lieferengpässe bei Intel könnten Super Micro empfindlich treffen.
Das Problem dabei ist strategischer Natur: Das Unternehmen wollte verstärkt Unternehmenskunden (Enterprise-Segment) adressieren, um durch höhere Verkaufspreise die Margen zu stabilisieren. Fehlen nun die notwendigen Chips für diese High-End-Systeme, droht sich die Phase der gedrückten Profitabilität weiter zu verlängern.
Analysten bleiben uneinig
Die Reaktion der Wall Street spiegelt die Unsicherheit wider. Das Management hob zwar die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf mindestens 40 Milliarden US-Dollar an, doch die Bewertungen der Experten gehen weit auseinander. Während einige Häuser an ihren Kaufempfehlungen festhalten, senkten andere wie Raymond James ihre Kursziele deutlich. Goldman Sachs warnte unter Verweis auf den Wettbewerbsdruck explizit vor weiteren Risiken.
Finanziell hat sich der Konzern jedoch abgesichert. Mit Barmitteln von 4,1 Milliarden US-Dollar und neu gesicherten Kreditlinien besteht genügend Spielraum für Investitionen. Entscheidend wird im kommenden Quartalsbericht sein, ob das Management den Spagat zwischen technischer Marktführerschaft und einer Rückkehr zu gesünderen Margen bewältigen kann.
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