T1 Energy Aktie: Anhaltendes Dilemma?

T1 Energy muss im April 350 Millionen Dollar für den Bau seiner US-Solarfabrik sichern. Das Unternehmen meldet starkes Umsatzwachstum, schreibt jedoch hohe Verluste.

Die Kernpunkte:
  • Finanzierungsabschluss für G2_Austin-Fabrik im April nötig
  • Umsatzsprung auf über 755 Millionen Dollar im Jahr 2025
  • Nettoverlust von fast 381 Millionen Dollar trotz Wachstum
  • Aktienkurs notiert deutlich unter wichtigen Durchschnitten

Der April könnte für T1 Energy zum entscheidenden Monat werden. Das Unternehmen muss noch in diesem Monat rund 350 Millionen Dollar an Phase-1-Finanzierung für seine Solarzellfabrik G2_Austin schließen — ein Meilenstein, von dem der gesamte weitere Wachstumskurs abhängt.

Bau läuft, Geld fehlt noch

Die Baustelle in Milam County, Texas, macht Fortschritte. Seit dem Baustart Mitte Dezember hat T1 Energy gemeinsam mit dem Generalunternehmer Yates & Sons Construction Company die Arbeiten so weit vorangetrieben, dass die Stahlmontage nun im April beginnen kann. Langfristige Bestellungen sind platziert, darunter ein Vertrag mit Laplace Renewable Energy Technology für die schlüsselfertige Lieferung der Produktionslinienausrüstung.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei T1 Energy?

Die erste Ausbaustufe zielt auf eine jährliche TOPCon-Zellkapazität von 2,1 GW — mehr als die gesamte aktuelle US-amerikanische Siliziumzell-Kapazität. Die Produktion soll bis Ende 2026 anlaufen, bis zu 1.800 Arbeitsplätze im Bereich der Hightech-Fertigung entstehen.

Parallel dazu laufen Gespräche mit mehreren Kapitalgebern. Das Management zeigte sich zuversichtlich, den Finanzierungsabschluss im April zu erreichen, nannte aber keine Details. Gelingt das nicht, drohen Verzögerungen bei den Produktionszielen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen.

Starke Umsätze, hohe Verluste

Das Geschäftsjahr 2025 war für T1 Energy transformativ: Der Nettoumsatz stieg von 2,9 Millionen Dollar im Vorjahr auf 755,3 Millionen Dollar, getragen von 2,79 GW Modulproduktion und einem Rekordumsatz von 358,6 Millionen Dollar im vierten Quartal.

Trotzdem schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Der Nettoverlust für 2025 belief sich auf 380,8 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA lag bei minus 65 Millionen Dollar. Belastet wurde das Ergebnis durch höher als erwartete Zölle auf importierte Solarzellen, einen Inventarverkauf zum Jahresende mit einem Ergebniseffekt von 16,2 Millionen Dollar sowie eine Vertragskorrektur von 22,7 Millionen Dollar bei einem Abnahmevertrag.

Die Liquidität zum Jahresende betrug 270,8 Millionen Dollar — gestützt durch mehr als 440 Millionen Dollar an Eigenkapitalmaßnahmen und 160 Millionen Dollar aus monetarisierten Section-45X-Steuergutschriften.

Langfristziele unverändert, Aktie unter Druck

An seinen Mittelfristzielen hält das Management fest. Nach Abschluss der ersten G2-Phase erwartet T1 Energy für 2027 ein bereinigtes EBITDA von 375 bis 450 Millionen Dollar auf Jahresbasis. Bei vollständiger Integration beider Standorte mit je 5 GW soll das bereinigte EBITDA auf 650 bis 700 Millionen Dollar steigen. Für 2026 bestätigte das Unternehmen eine Produktionsprognose von 3,1 bis 4,2 GW bei 3 GW vertraglich gesicherter Produktion in G1_Dallas.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit wider. Die Aktie notiert 31,8 Prozent unter ihrem 20-Tage-Durchschnitt und 24,7 Prozent unter dem 100-Tage-Durchschnitt. Der Short-Float liegt bei 21,17 Prozent — rund 34,3 Millionen Aktien. Über die vergangenen zwölf Monate hat der Kurs dennoch 346 Prozent zugelegt.

Abseits der Finanzierungsfrage gab T1 Energy auch Veränderungen im Aufsichtsgremium bekannt: Die Direktoren Tore Ivar Slettemoen und Mingxing Lin schieden aus dem Board aus. Robert Hammond wurde als unabhängiges Mitglied in den Audit- sowie den Vergütungsausschuss berufen.

T1 Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue T1 Energy-Analyse vom 6. April liefert die Antwort:

Die neusten T1 Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für T1 Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

T1 Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu T1 Energy