TAG Immobilien Aktie: Robyg-Börsengang an Warschauer Börse geplant

Trotz deutlicher Kursverluste hält die Deutsche Bank an Kaufempfehlung für TAG fest. Der geplante Börsengang der polnischen Tochter Robyg gilt als zentraler Hoffnungsträger.

Die Kernpunkte:
  • Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung
  • Robyg-Börsengang in Warschau geplant
  • TAG-Aktie 23% unter Jahreshoch
  • Operative Jahresziele bestätigt

Die Deutsche Bank hält an ihrer Kaufempfehlung für TAG Immobilien fest — trotz eines Kurses, der zuletzt deutlich nachgegeben hat. Analyst Thomas Rothäusler nannte am 9. Juni den geplanten Börsengang der polnischen Tochter Robyg als zentralen positiven Faktor. Das Kursziel bleibt bei 18,00 Euro.

Robyg soll an die Warschauer Börse

Robyg plant die Zulassung bestehender und neu auszugebender Aktien zum Handel an der Warschauer Börse. TAG Immobilien hält aktuell über eine vollständige Tochtergesellschaft 100 Prozent des Robyg-Grundkapitals. Im Zuge des Börsengangs will TAG einen Teil dieser Aktien verkaufen — Mehrheitsaktionärin soll das Unternehmen aber bleiben.

Robyg selbst erwartet aus der Ausgabe neuer Aktien Bruttoerlöse von rund 400 Mio. Zloty. Das Geld soll vor allem in den Ausbau des Grundstücksbestands fließen. TAG hatte bereits in der Q1-Präsentation erklärt, strategische Optionen für Robyg zu prüfen — ein öffentliches Angebot in Warschau war dabei ausdrücklich genannt.

Kursbild unter Druck

Die Aktie notiert aktuell bei 12,87 Euro — rund 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Februar. Auf 30 Tage steht ein Minus von gut 14 Prozent. Das Kursziel der Deutschen Bank liegt damit fast 40 Prozent über dem aktuellen Kurs. Auch der Median der Analysteneinschätzungen liegt laut TAG-eigenem Überblick bei 18,20 Euro.

Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 14,42 Euro beträgt knapp 11 Prozent. Kein Wunder, dass die technischen Indikatoren Schwäche signalisieren: Der RSI liegt bei 34,8.

Operative Prognose bestätigt

Operativ hat TAG Immobilien im Mai die Jahresziele bekräftigt. Für das FFO I plant das Unternehmen 187 bis 197 Mio. Euro, für das FFO II 279 bis 295 Mio. Euro. Das Verkaufsergebnis Polen soll zwischen 92 und 98 Mio. Euro liegen.

Ob der Robyg-Börsengang planmäßig läuft, wird kurzfristig der entscheidende Treiber sein. Gelingt die Transaktion, könnte das die Diskrepanz zwischen Kursniveau und Analystenzielen zumindest ein Stück weit erklären — und den Druck auf die Aktie mildern.

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