Take-Two Aktie: 19. November für GTA VI

Trotz Millionen Vorbestellungen für GTA 6 fällt die Take-Two-Aktie. Analysten bleiben optimistisch, während Insider Aktien verkaufen.

Die Kernpunkte:
  • 39 Millionen GTA 6 Vorbestellungen gemeldet
  • Aktie fällt nach Ankündigung leicht
  • Fehlender Online-Modus dämpft Euphorie
  • Insider verkaufen Aktien im Wert von 134 Mio. USD

39 Millionen Vorbestellungen in 24 Stunden. Das sind die kolportierten Zahlen für Grand Theft Auto VI. Trotz dieses gigantischen Interesses reagiert die Wall Street unterkühlt. Bei Take-Two Interactive klaffen Hype und Börsenrealität aktuell weit auseinander.

Rockstar Games veröffentlicht den neuen Blockbuster am 19. November. Unbestätigten Berichten zufolge generierte das Spiel am ersten Vorbestelltag rund drei Milliarden US-Dollar Umsatz. Dennoch rutschte die Aktie nach der Ankündigung zunächst um knapp drei Prozent ab.

Zum Wochenschluss pendelte sich das Papier bei 209,00 Euro ein. Auf Wochensicht bedeutet das ein minimales Minus. Damit notiert der Titel rund sieben Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Händler sprechen von einem klassischen Sell-the-News-Effekt.

Fehlender Online-Modus bremst Euphorie

Die Preisgestaltung enttäuschte besonders optimistische Investoren. Die Standardversion kostet knapp 80 US-Dollar. Einige Bullen hatten im Vorfeld auf Preise bis zu 100 Dollar spekuliert. Schwerer wiegt jedoch die Struktur der Veröffentlichung.

GTA 6 startet exklusiv als Einzelspieler-Erlebnis. Ein Online-Modus fehlt zum Start komplett. Analysten sehen in GTA Online die wichtigste langfristige Einnahmequelle des Konzerns. Eine spätere Einführung verschiebt diese lukrative Monetarisierung tief in das Jahr 2027.

Die Folge: Anleger reagieren nervös. Dazu kommt ein ungewöhnliches Detail für Sammler. Die physischen Verkaufsboxen enthalten keine Datenträger mehr, sondern lediglich einen Download-Code.

Analysten bleiben extrem bullisch

Die Profis an der Wall Street lassen sich von der kurzfristigen Schwäche nicht beirren. Von 32 Analysten empfehlen 30 die Aktie zum Kauf. Sie setzen auf ein massives Gewinnwachstum in den kommenden Jahren.

  • Bank of America: Kursziel auf 368 US-Dollar angehoben.
  • BTIG: Kaufempfehlung mit einem Ziel von 290 US-Dollar.
  • BMO Capital: Ziel leicht auf 285 US-Dollar erhöht.
  • TD Cowen: Bestätigt Kaufempfehlung bei 284 US-Dollar.

Das Management erwartet für das kommende Geschäftsjahr Netto-Buchungen von über acht Milliarden US-Dollar. Das anstehende Dezember-Quartal sticht dabei besonders hervor. Experten prognostizieren für diesen Zeitraum einen Umsatz von 3,28 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis soll zeitgleich auf 900 Millionen US-Dollar springen.

Insider machen Kasse

Ein Blick auf die Führungsetage mahnt zur Vorsicht. Führungskräfte haben in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von 134 Millionen US-Dollar verkauft. Darunter befinden sich auch CEO Strauss Zelnick und Präsident Karl Slatoff. Insider-Käufe gab es im selben Zeitraum keine. Das muss kein Alarmsignal sein, begrenzt aber die aktuelle Kursfantasie.

Am 19. November muss Take-Two liefern. Dann erscheint das Spiel für die aktuellen Konsolen von Sony und Microsoft. Eine PC-Version fehlt zum Start. Dieser spätere Port bietet dem Konzern einen klaren Katalysator für eine zweite große Umsatzwelle im Folgejahr.

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