Take-Two Aktie: 46,79% EPS-Rückgang erwartet

Take-Two profitiert von wachsendem US-Spielemarkt, Analysten bleiben trotz erwarteter Verluste optimistisch.

Die Kernpunkte:
  • US-Spieleausgaben steigen um zwölf Prozent
  • WWE 2K26 und NBA 2K26 in den Top Ten
  • Analysten sehen Kursziel bei 277 Dollar
  • GTA VI bleibt zentraler Hoffnungsträger

Der US-Spielemarkt wächst so stark wie seit Jahren nicht — und Take-Two Interactive steht mit gut platzierten Titeln und einem nahenden Quartalsbericht genau im Zentrum dieser Dynamik. Allerdings trüben strukturelle Verluste das Bild.

Starker März für die gesamte Branche

Die Marktforschungsfirma Circana meldet für März 2026 einen Anstieg der US-Videospielausgaben um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,3 Milliarden Dollar. Besonders stark: Konsolenspiele legten 22 Prozent zu, digitale Einzelkäufe sogar 40 Prozent. Im gesamten ersten Quartal summierten sich die Ausgaben auf 14,6 Milliarden Dollar — fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das ist der Rückenwind, den Take-Two gut gebrauchen kann. Die Branche könnte 2026 einen neuen Ausgabenrekord aufstellen, getrieben von neuer Hardware, stabiler Nachfrage und wachsenden Abo-Modellen.

2K Sports liefert, GTA VI wartet

In den März-Charts platzierte Take-Two gleich mehrere Titel. WWE 2K26 landete auf Rang drei der kombinierten physischen und digitalen Verkaufscharts — und steht auch in der Jahreswertung auf Position drei. NBA 2K26 schaffte es ebenfalls in die Top Ten. Das 2K-Sports-Label erweist sich damit als verlässlicher Umsatzträger, bevor das Unternehmen in seinen eigentlichen Superzyklus eintritt.

Der dreht sich um Grand Theft Auto VI. Das Budget für den Titel wird auf rund zwei Milliarden Dollar geschätzt. Die damit verbundenen Entwicklungskosten sind aktiviert und belasten die Bilanz — bis zur Veröffentlichung, danach amortisieren sie sich gegen die Erlöse. Hinzu kommen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus der Zynga-Übernahme sowie interne Lizenzvereinbarungen. Das Ergebnis: eine tief negative operative Marge, die bilanztechnischer Natur ist, nicht operativer.

Earnings am 21. Mai — Verlust erwartet, Konsens bullish

Am 21. Mai nach Börsenschluss legt Take-Two Zahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026 vor. Analysten rechnen mit einem Ergebnisrückgang je Aktie von knapp 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das klingt drastisch, ist aber weitgehend eine Folge der beschriebenen Bilanzstruktur.

Der breite Wall-Street-Konsens bleibt konstruktiv: 26 von 28 Analysten empfehlen den Kauf der Aktie, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 277,10 Dollar. Zum Vergleich: Der Schlusskurs gestern lag bei 183,30 Euro — rund 19 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025. Seit Jahresbeginn hat die Aktie knapp 15 Prozent verloren, hat sich aber vom Februar-Tief bei 160,40 Euro bereits wieder deutlich erholt.

Der freie Cashflow der vergangenen zwölf Monate lag bei rund 471 Millionen Dollar. Analysten projizieren bis 2031 einen Anstieg auf etwa 2,7 Milliarden Dollar — ein Szenario, das fast vollständig vom Erfolg von GTA VI abhängt. Das Earnings-Call am 21. Mai dürfte vor allem als Bühne für neue Aussagen zum Release-Zeitplan dienen.

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