Take-Two Aktie: Cashflow springt auf 624 Millionen
Trotz Rekordumsätzen und verbessertem Cashflow verliert die Take-Two-Aktie an Wert. Anleger warten auf nachhaltige Gewinne.

- Aktie fällt trotz Umsatzrekord
- Nettoverlust deutlich reduziert
- Operativer Cashflow dreht positiv
- Umsatz fast komplett digital
Starke Geschäftszahlen, dennoch fällt die Aktie. Take-Two notierte zum Handelsschluss am Dienstag bei 189,60 Euro – ein Minus von rund 3 Prozent an einem Tag. Seit dem 52-Wochen-Hoch im Oktober 2025 summieren sich die Verluste auf fast 16 Prozent.
Dabei sind die Eckdaten alles andere als schwach. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 steigerten die „Grand Theft Auto“-Macher die Net Bookings um 19 Prozent auf 6,72 Milliarden Dollar. Der GAAP-Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 6,66 Milliarden Dollar. Die wiederkehrenden Ausgaben der Spieler legten um 17 Prozent zu und machten inzwischen 78 Prozent der Net Bookings aus.
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Doch die Gewinnzone bleibt außer Reichweite. Take-Two schrieb einen Nettoverlust von 298,2 Millionen Dollar. Immerhin: ein Jahr zuvor standen noch 4,48 Milliarden Dollar rote Zahlen in der Bilanz. Allein im vierten Quartal betrug der Verlust 59,5 Millionen Dollar oder 0,32 Dollar je Aktie.
Cashflow dreht endlich ins Plus
Ein zentraler Wendepunkt zeichnet sich im operativen Geschäft ab. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit kletterte von minus 45,2 Millionen auf plus 624,3 Millionen Dollar. Für Anleger ist das ein deutlich verlässlicheres Signal für die operative Erholung als der bilanzielle Verlust.
Gleichzeitig flossen 649,2 Millionen Dollar in Investitionen. Allein 434,4 Millionen Dollar steckte Take-Two in befristete Bankguthaben, 162,8 Millionen Dollar in Sachanlagen. Die Botschaft: Die operative Cash-Generierung läuft, doch der Konzern investiert weiter kräftig.
Die Liquidität zum Ende des Geschäftsjahres: 1,55 Milliarden Dollar in Cash und Cash-Äquivalenten, dazu 443,8 Millionen Dollar in kurzfristigen Anlagen. Hinzu kommen rund 93 Millionen Dollar an beschränkten Barmitteln.
Digital first – fast komplett
Take-Two ist faktisch ein reiner Digitalverlag. 97 Prozent des GAAP-Umsatzes stammten aus digitalen Online-Einnahmen – 6,46 Milliarden Dollar. Physische Retail-Verkäufe trugen gerade noch 196,7 Millionen Dollar bei, also 3 Prozent.
Diese Mischung begünstigt die Margen, solange die Spieler aktiv bleiben. Sie erhöht aber auch den Druck: Der Markt wird jede Schwankung bei Spielerzahlen, Content-Release-Zyklen und Monetarisierungs-Trends genau verfolgen.
Ausblick als Bewährungsprobe
Take-Towns Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 setzt die Messlatte hoch. Der Konzern erwartet einen GAAP-Umsatz zwischen 7,9 und 8,1 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn soll bei 105 bis 141 Millionen Dollar liegen – das wären 0,55 bis 0,75 Dollar je Aktie.
Die Net Bookings sollen auf 8,0 bis 8,2 Milliarden Dollar steigen. Der operative Cashflow wird bei über einer Milliarde Dollar gesehen, die Investitionen bei rund 200 Millionen Dollar.
Für den Aktienkurs wird diese Prognose zum entscheidenden Maßstab. Die Frage ist nicht mehr, ob Take-Two eine beeindruckende Pipeline hat. Sondern ob sich das Bookings-Wachstum in nachhaltige Gewinne und freien Cashflow übersetzt. Der jüngste Kursrückgang zeigt: Die Geduld der Anleger hat Grenzen.
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