Take-Two Aktie: Institutioneller Milliarden-Einstieg

Große Vermögensverwalter bauen ihre Positionen in Take-Two massiv aus, während das Unternehmen die Prognose für 2026 anhebt und auf den GTA-VI-Start im November 2026 setzt.

Die Kernpunkte:
  • Vermögensverwalter Ninety One verdoppelt Take-Two-Engagement
  • Take-Two hebt Jahresprognose auf 6,7 Mrd. Dollar an
  • Institutionelle halten über 95 Prozent der Aktien
  • Aktienkurs zeigt jüngst Erholung über 50-Tage-Linie

Während Take-Two-Aktionäre auf den November warten, bewegen sich hinter den Kulissen große Summen. Neue Regulierungsdaten zeigen: Institutionelle Investoren positionieren sich massiv für die Zeit nach dem GTA-VI-Release.

Ninety One verdoppelt die Wette

Der südafrikanische Vermögensverwalter Ninety One SA Pty Ltd hat seine Take-Two-Position um 81,2 Prozent ausgebaut. Das Unternehmen hält nun rund 73.200 Aktien — ein Paket im Wert von etwa 18,7 Millionen Dollar. Take-Two ist damit der 17. größte Einzeltitel im Portfolio des Hauses.

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Das ist kein Einzelfall. Institutionelle Investoren und Hedgefonds halten insgesamt rund 95,5 Prozent aller ausstehenden Aktien. Der Streubesitz ist damit faktisch verschwunden.

GTA VI als Dreh- und Angelpunkt

Take-Two hält am Releasedatum 19. November 2026 für Grand Theft Auto VI fest. Die globale Marketingkampagne soll in diesem Sommer anlaufen — ein Zeitfenster, das Investoren als wichtigen Stimmungstest werten. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2027 Rekordwerte bei den Net Bookings.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat Take-Two die eigene Prognose angehoben. Die erwarteten Net Bookings liegen nun zwischen 6,65 und 6,7 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber sind das Mobile-Segment nach der Zynga-Integration, die NBA-2K-Reihe und der sogenannte Recurrent Consumer Spending-Bereich, der 78 Prozent der Gesamtbuchungen ausmachen soll.

Insider verkaufen, Kurs erholt sich

Das Bild ist nicht ohne Widerspruch. CEO Strauss Zelnick hat im März rund 52.000 eigene Aktien abgestoßen — während institutionelle Käufer gleichzeitig zukaufen. Solche gegenläufigen Signale sind selten eindeutig zu lesen.

Kurslich hat die Aktie zuletzt Boden gutgemacht. Mit einem Plus von rund 7 Prozent in den vergangenen sieben Tagen notiert sie bei 183 Euro und damit deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 174 Euro. Seit Jahresbeginn liegt das Papier allerdings noch rund 15 Prozent im Minus. Der Nettoverlust im dritten Quartal sank auf 92,9 Millionen Dollar — ein Fortschritt, aber kein Wendepunkt.

Der eigentliche Test kommt mit dem Marketingstart im Sommer. Dann wird sich zeigen, ob die Vorschusslorbeeren für GTA VI die Erwartungen tragen können.

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