Take-Two Aktie: Mehr als nur GTA VI

Take-Two übertrifft im dritten Quartal die Prognosen deutlich und hebt Jahresziele an. Das Mobile-Segment wird zum größten Umsatzträger, während die Verschiebung von GTA VI den Kurs belastet.

Die Kernpunkte:
  • Mobile-Sparte generiert über 50 Prozent des Umsatzes
  • Gewinn je Aktie übertrifft Schätzungen um fast 50 Prozent
  • Verschiebung von GTA VI drückt Aktienkurs nachbörslich
  • Management hebt Jahresprognose für Nettobuchungen an

Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 lief für Take-Two besser als erwartet — deutlich besser. Während Anleger gespannt auf den GTA-VI-Release im November warten, zeigt ein Blick hinter die Kulissen, dass das Unternehmen längst auf einem zweiten Standbein steht, das kaum jemand auf dem Radar hat.

Mobile als stiller Wachstumstreiber

Die 2022 vollzogene Zynga-Übernahme zahlt sich zunehmend aus. Im dritten Quartal entfielen 51 Prozent des Nettoumsatzes auf das Mobile-Segment. Toon Blast legte dabei 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, Match Factory! wuchs um 17 Prozent.

Besonders relevant ist das Direct-to-Consumer-Modell: Spieler können In-Game-Währung direkt über Take-Twos eigene Web-Shops kaufen, wodurch App-Store-Gebühren von bis zu 30 Prozent umgangen werden. Das verbessert die Margen spürbar — und das Modell lässt sich auf das gesamte Mobile-Portfolio ausweiten.

Starke Quartalszahlen, angehobene Prognose

Die Gesamtbuchungen stiegen im dritten Quartal um 28 Prozent auf 1,76 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie von 1,23 Dollar übertraf die Konsensschätzung von 0,83 Dollar um rund 48 Prozent. Das wiederkehrende Konsumentengeschäft wuchs um 23 Prozent — die eigene Guidance hatte lediglich 8 Prozent in Aussicht gestellt.

NBA 2K legte 30 Prozent zu, Grand Theft Auto Online 27 Prozent. Die GTA+-Mitgliedschaften verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu. Infolgedessen hob das Management die Jahresprognose für Nettobuchungen auf 6,65 bis 6,70 Milliarden Dollar an — ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2025.

GTA VI: Verzögerung mit Folgen

Die Verschiebung des GTA-VI-Releases vom 26. Mai auf den 19. November 2026 traf die Aktie trotz starker Quartalszahlen mit einem Kursrückgang von rund 10 Prozent im nachbörslichen Handel. Rockstar Games begründete den Schritt mit dem Anspruch, das Spiel in der erwarteten Qualität auszuliefern.

Die operativen Kosten spiegeln den Aufwand wider: Im dritten Quartal stiegen die GAAP-Betriebsausgaben um 10 Prozent auf 984 Millionen Dollar, getrieben von Forschung, Entwicklung und Marketing. Das Launch-Marketing für GTA VI soll laut Management noch in diesem Sommer anlaufen.

Hinzu kommen strukturelle Risiken: Laufende Rechtsstreitigkeiten über App-Store-Regeln könnten die DTC-Strategie einschränken, und Marktsorgen rund um KI-gestützte Spieleentwicklung haben Analysten dazu veranlasst, Bewertungsmultiplikatoren zu senken.

Ausblick auf den Mai-Termin

Ein DCF-Modell auf Basis der aktuellen freien Cashflows und Analystenprojektionen — freier Cashflow von rund 2,53 Milliarden Dollar bis 2030 — ergibt einen fairen Wert von etwa 213,84 Dollar je Aktie. Zum aktuellen Kurs handelt die Aktie damit mit einem Abschlag von rund 4,5 Prozent auf diesen Schätzwert.

Am 14. Mai 2026 legt Take-Two die nächsten Quartalszahlen vor. Erwartet wird dabei erstmals eine detaillierte Guidance für das Geschäftsjahr 2027 — das Jahr, in dem GTA VI laut Management Rekord-Nettobuchungen einfahren und eine neue finanzielle Basis legen soll.

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