Take-Two: GTA 6 könnte 40 Millionen Mal verkauft werden

Morgan Stanley erwartet für GTA 6 rund 40 Millionen Verkäufe binnen gut vier Monaten. Take-Two setzt zunächst auf Konsolen.

Die Kernpunkte:
  • Morgan Stanley erwartet 40 Millionen Verkäufe
  • GTA 6 startet zunächst auf Konsolen
  • PC-Version bleibt ohne festen Termin
  • Take-Two warnt vor Review Bombing

Analysten trauen dem kommenden Blockbuster von Take-Two Interactive einen historischen Verkaufsstart zu. Nach Berechnungen von Morgan Stanley könnte sich Grand Theft Auto 6 innerhalb von gut vier Monaten nach der Veröffentlichung rund 40 Millionen Mal verkaufen.

Die US-Investmentbank bezieht diese Prognose auf das bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2027. Zum Vergleich: Das Vorgängerspiel Grand Theft Auto 5 erreichte im ersten Verkaufsmonat 29 Millionen Einheiten und steht mittlerweile bei mehr als 215 Millionen Kopien.

Branchenbeobachter von IDG Consulting beziffern die globale Basis der Konsolen PlayStation 5 sowie Xbox Series X und S für Ende 2025 auf etwa 127 Millionen Geräte. Sollte sich die Absatzschätzung von Morgan-Stanley-Analyst Matthew Cost bewahrheiten, würde der Titel in den ersten Monaten eine Installationsquote von gut 31 Prozent auf den aktuellen Plattformen erreichen.

PC-Plattform rückt in den strategischen Fokus

Parallel zu den Absatzerwartungen sorgt die Plattformstrategie des US-Publishers für Diskussionen unter Anlegern. Auf der Hauptversammlung betonte Vorstandschef Strauss Zelnick, dass der PC für den Konzern eine stetig wachsende Bedeutung einnehme. Bei einzelnen Titeln erreichten die PC-Verkäufe in der Vergangenheit bereits Anteile von bis zu 50 Prozent.

Dennoch bleibt die PC-Fassung des Titels vorerst ohne Veröffentlichungstermin. Das Spiel erscheint am 19. November 2026 zunächst ausschließlich für Sonys PlayStation 5 sowie Microsofts Xbox Series X und S. Branchenberichten zufolge könnte eine Portierung für den Computer womöglich 2027 folgen. Bei früheren Veröffentlichungen des Entwicklers Rockstar Games vergingen zwischen Konsolendebüt und PC-Fassung teils anderthalb Jahre.

Finanzziele und operative Risikofaktoren

Die Erlöserwartungen des Managements spiegeln die enorme Dimension des Projekts wider. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert Take-Two Net Bookings in einer Spanne von 8,0 bis 8,2 Milliarden US-Dollar, nach 6,72 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026. Vorstandschef Zelnick kündigte an, künftige Mittelzuflüsse primär in drei Bereiche zu lenken: den Ausbau der internen Entwicklungskapazitäten, gezielte Studioübernahmen sowie Ausschüttungen an die Aktionäre.

Neben den hohen Gewinnerwartungen thematisiert das Unternehmen jedoch auch neuartige operative Risiken. In seinem Jahresbericht wies Take-Two darauf hin, dass koordinierte negative Nutzerbewertungen, sogenanntes Review Bombing auf Vertriebsplattformen Dritter, eine spürbare Gefahr für die Sichtbarkeit und das operative Geschäft darstellen können. Solche Kampagnen könnten Spielerzahlen senken und zusätzliche Marketingausgaben erzwingen.

Am Aktienmarkt reagierten die Marktteilnehmer zuletzt verhalten. Der Kurs von Take-Two Interactive ging am Freitag mit 178,90 Euro aus dem Handel, was einem Tagesverlust von 2,6 Prozent entspricht.

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