Take-Two: Modding-Team muss GTA-5-Ports einstellen
Take-Two ließ inoffizielle GTA-5-Portierungen einstellen; Strauss Zelnick kündigte derzeit keine neuen L.A.-Noire-Projekte an.

- GTA-5-Umsetzungen für Switch und Android gestoppt
- Modding-Gruppe plant Auflösung am 3. Oktober
- GTA-VI-Merchandise in Australien rasch ausverkauft
- Zelnick dementiert konkrete L.A.-Noire-Ankündigung
Take-Two Interactive geht mit juristischer Härte gegen unautorisierte Verwendungen seiner Blockbuster-Marken vor. Nach rechtlichen Schritten des Publishers musste ein Modding-Team die Entwicklung inoffizieller Umsetzungen von Grand Theft Auto 5 für die Nintendo Switch sowie für Android vollständig einstellen.
Die Nachricht fällt in eine Phase, in der das Unternehmen die kommerzielle Verwertung seines Katalogs streng kontrolliert, während Spekulationen über künftige Veröffentlichungen die Runde machen.
Konsequentes Durchgreifen gegen unautorisierte Portierungen
Die Entwicklergruppe Paralympics Productions unter Leitung von Projektleiter Mojso zog am gestrigen Montag die Konsequenzen aus einer Unterlassungsaufforderung von Take-Two. Das Team hatte GTA 5 auf der Nintendo Switch nativ zum Laufen gebracht und weite Teile von GTA Online funktionsfähig gemacht, wobei dem Vernehmen nach geleakter Quellcode zum Einsatz kam.
Nachdem der Discord-Kanal der Gruppe bereits am 23. September wegen Urheberrechtsverletzungen gesperrt worden war, soll sich das Modding-Kollektiv am 3. Oktober endgültig auflösen.
Rockstar Games hatte seine Richtlinien für Modifikationen zuvor verschärft und ausdrücklich untersagt, eigene Titel auf Plattformen anzupassen, die nicht offiziell unterstützt werden.
In Spielerkreisen wurde zudem gemutmaßt, dass Umfragen des Teams zu einem kostenpflichtigen Online-Betrieb oder einer Android-Version das Einschreiten beschleunigt haben könnten. Für den Konzern steht der Schutz des geistigen Eigentums an oberster Stelle, um die exklusive Auswertung der eigenen Software auf den vorgesehenen Systemen zu sichern.
Hohe Zahlungsbereitschaft der Spielergemeinschaft
Wie lukrativ die strikte Kontrolle der Marken für Take-Two ist, zeigt sich parallel an der unverändert hohen Kaufbereitschaft der Fangemeinde im Vorfeld anstehender Veröffentlichungen.
In Australien war die GTA-VI-Merchandise-Sammlung „The Goodtime State Vice City Collection“, die sich thematisch an die fiktive TV-Show Macca the Gator anlehnt, innerhalb weniger Minuten restlos vergriffen. EB Games nahm am Vormittag Vorbestellungen entgegen, die sofort ausverkauft waren.
Bemerkenswert daran ist die Preisgestaltung: Das Paket kostet in Australien 699,95 AUD, was rund 400 US-Dollar in den USA entspricht. Trotz dieses hohen Preises enthält die Sammler-Edition das eigentliche Spiel überhaupt nicht. Zusätzliche Kontingente wurden in Australien lediglich für eine Verlosung über das Programm JB Hi-Fi Perks in Aussicht gestellt.
Zelnick äußert sich zu Pipeline-Gerüchten
Gleichzeitig kursieren Berichte über künftige Entwicklungsprojekte nach der geplanten Veröffentlichung von Grand Theft Auto 6 am 19. November 2026. Demnach soll das Studio an einer Fortsetzung des Detektivspiels L.A. Noire arbeiten, das auf einem geleakten Konzept aus dem Jahr 2023 basieren und San Francisco zur Zeit des Zodiac-Killers als Handlungsort aufgreifen könnte. Das Original hatte sich im ersten Monat über 4 Millionen Mal und bis Ende 2017 mehr als 7,5 Millionen Mal verkauft.
Take-Two-Chef Strauss Zelnick trat den Spekulationen über ein konkretes Veröffentlichungsfenster jedoch entgegen. Zelnick betonte, dass der Konzern künftige Projekte zwar mit allen eigenen Marken prüfe, es zu L.A. Noire gegenwärtig aber nichts anzukündigen gebe.
An der Börse notiert die Aktie von Take-Two Interactive heute bei 179,10 Euro und liegt seit Jahresanfang rund 17 Prozent im Minus. Die Anleger wägen derzeit die konsequente Monetarisierung und Verteidigung der bestehenden Spitzenmarken gegen die langfristige Visibilität der Veröffentlichungspipeline ab.
Stand heute, 29. September: Take-Two Interactive – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Take-Two Interactive investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




