Take-Two: Public Investment Fund verkauft 11,4 Millionen Aktien

Institutionelle Anleger zeigen sich bei Take-Two gespalten. Während einige Hedgefonds massiv aufstocken, ziehen andere Milliarden ab. Der Quartalsbericht am 21. Mai wird richtungsweisend.

Die Kernpunkte:
  • Hedgefonds kaufen, Staatsfonds verkaufen
  • GTA VI-Entwicklungskosten belasten Bilanz
  • Umsatzwachstum von 25 Prozent erzielt
  • Quartalszahlen am 21. Mai erwartet

Das am sehnlichsten erwartete Videospiel des Jahrzehnts steht vor der Tür. Trotzdem ziehen große institutionelle Investoren bei Take-Two Interactive derzeit in völlig unterschiedliche Richtungen. Während einige Hedgefonds massiv aufstocken, ziehen andere Milliarden ab.

Im jüngsten Quartal bauten 528 Profi-Anleger ihre Positionen aus. Dem stehen 448 Adressen gegenüber, die ihre Anteile reduzierten. Besonders drastisch agierte der saudi-arabische Staatsfonds PIF. Er trennte sich komplett von seinem Aktienpaket im Wert von fast drei Milliarden US-Dollar.

Auf der Käuferseite griffen derweil Hedgefonds wie AQR Capital Management und Balyasny Asset Management kräftig zu. Sie investierten dreistellige Millionenbeträge in den Videospielkonzern.

Bilanzkosmetik und echte Kosten

Am 21. Mai legt das Management die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal vor. Analysten erwarten einen Gewinnrückgang auf 0,20 US-Dollar je Aktie. Im Vorjahr standen hier noch 0,73 US-Dollar in den Büchern.

Dieser Einbruch resultiert primär aus buchhalterischen Effekten. Take-Two schreibt derzeit massiv immaterielle Vermögenswerte aus der Zynga-Übernahme ab. Hinzu kommen die gigantischen Entwicklungskosten für Grand Theft Auto VI. Branchenkenner schätzen das Budget für den Blockbuster auf rund zwei Milliarden US-Dollar.

Aus Sicht des Cashflows ist das Geld für die Entwicklung bereits geflossen. Sobald das Spiel erscheint, wandern diese aktivierten Kosten aus der Bilanz und werden mit den laufenden Einnahmen verrechnet. Operativ läuft das Geschäft ohnehin robust.

Prognosen und Kursentwicklung

Im vergangenen Quartal kletterte der Umsatz um 25 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hob der Vorstand die Prognose für die Nettobuchungen auf bis zu 6,7 Milliarden US-Dollar an. Das entspricht einem Wachstum von 18 Prozent.

Die Wall Street bleibt mehrheitlich optimistisch. Von 28 Analysten raten 26 zum Kauf der Papiere. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei gut 277 US-Dollar.

An der Börse spiegelt sich diese Euphorie nur bedingt wider. Aktuell notiert die Aktie bei 183,40 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von rund 14,5 Prozent auf der Anzeigetafel.

Der Quartalsbericht am 21. Mai markiert einen wichtigen Meilenstein. Es ist das letzte große finanzielle Update vor dem geplanten Veröffentlichungsfenster von GTA VI im November. Die Zahlen werden zeigen, wie stark das Basisgeschäft den Konzern bis zum Release des Megahits trägt.

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