Takkt Aktie: Dividende 2025 gestrichen

Die Aktionäre der Takkt AG haben auf ihrer virtuellen Hauptversammlung alle Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat gebilligt. Zugleich kündigte Hubertus Mühlhäuser, Vorsitzender des Aufsichtsrats, seinen vorzeitigen Rücktritt an – aus persönlichen Gründen, noch vor der nächsten ordentlichen HV.
Das signalisiert einen Umbruch beim B2B-Händler für Geschäftsausstattung. Die Aktie notiert am Montag bei 2,51 Euro – kaum verändert zum Freitagsschluss. Der langfristige Trend spricht jedoch eine klare Sprache: 64 Prozent Kursverlust in zwölf Monaten.
Keine Dividende für 2025
Die HV bestätigte die umstrittene Dividendenaussetzung für das Geschäftsjahr 2025. Der Vorstand hatte zuvor empfohlen, die Ausschüttung zu streichen, um in die Stärkung des Geschäftsmodells zu investieren. Erst wenn Ertrag und Free Cashflow es nachhaltig erlauben, sollen wieder substanzielle Ausschüttungen fließen.
Parallel dazu treibt CEO Andreas Weishaar die „TAKKT Forward“-Strategie voran. Im Fokus: eine schlankere Kostenstruktur, Effizienzgewinne und mehr Konzentration auf das Kerngeschäft Industrial & Packaging.
Nur: Die jüngsten Zahlen geben wenig Anlass zur Zuversicht. Im ersten Quartal 2026 fiel der Umsatz um 10,3 Prozent auf 225,7 Millionen Euro. Wechselkurseffekte trugen zu diesem Rückgang bei. Die bereinigte EBITDA-Marge sackte von 4,9 auf 2,4 Prozent ab. Das ist ein deutlicher Gewinneinbruch.
Stabilisierung als Jahresziel
Der Vorstand zeigt sich trotz des schwachen Starts zuversichtlich. Im Jahresverlauf sei eine weitere Stabilisierung erreichbar, die Basis für profitables Wachstum werde gelegt. Das Marktumfeld bleibt indes herausfordernd.
Mit einem Aktienkurs knapp über dem 52-Wochen-Tief von 2,32 Euro und weit unter allen gleitenden Durchschnitten (200-Tage-Linie: 3,75 Euro) steht Takkt vor der Bewährungsprobe. Die angekündigte Strategie muss nun liefern – sonst dürfte das Vertrauen der Aktionäre weiter schwinden.
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