Tata Consultancyrvices: Aktie springt nach Quartalszahlen

Der KI-Umsatz überschritt zehn Prozent der Konzernerlöse; zugleich stiegen Quartalsgewinn und Umsatz, während die Aktie 5,4 Prozent gewann.

Die Kernpunkte:
  • Nettogewinn steigt auf 13.884 Crore Rupien
  • Quartalsumsatz erreicht 73.188 Crore Rupien
  • Annualisierter KI-Umsatz bei 3,1 Milliarden US-Dollar
  • TCS-Aktie gewinnt 5,4 Prozent

Der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services hat im zweiten Geschäftsquartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz zugelegt. Treibende Kraft war vor allem das Geschäft mit künstlicher Intelligenz, das mittlerweile einen zweistelligen Anteil an den Gesamterlösen erreicht. Anleger reagierten erfreut auf die Zwischenbilanz: Die Aktie legte heute um 5,4 Prozent zu und stieg auf 2.189,00 INR.

Zweistelliges Erlösplus und stabile operative Marge

In dem am 30. September beendeten Quartal stieg der konsolidierte Nettogewinn auf 13.884 Crore Rupien. Der Quartalsumsatz kletterte zeitgleich auf 73.188 Crore Rupien. Während das Geschäft in konstanter Währung gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent wuchs, belief sich die operative Marge auf 24 Prozent.

Das Management um CEO K. Krithivasan hält mittelfristig an einem Margenkorridor von 26 bis 28 Prozent fest. Die Rentabilität soll sich wieder verbessern, sobald die Anlaufkosten für KI-Investitionen abflachen und bestehende Personalreserven produktiv in Kundenprojekten eingesetzt werden.

Neben dem operativen Geschäftsverlauf beschloss der Vorstand eine zweite Zwischendividende von 12 Rupien je Aktie. Als Stichtag hierfür wurde der 14. Oktober festgelegt, die Auszahlung soll am 30. Oktober erfolgen.

KI-Sparte expandiert und Großverträge stützen Auftragseingang

Besonderes Augenmerk richteten Investoren auf das Segment für künstliche Intelligenz. Der annualisierte KI-Umsatz kletterte auf 3,1 Milliarden US-Dollar und steuerte damit mehr als zehn Prozent zu den Konzernerlösen bei. Der gesamte Auftragswert im Quartal erreichte ein Volumen von 9,6 Milliarden US-Dollar.

Strategisch untermauert das Unternehmen diesen Kurs durch Großprojekte in Europa und Nordamerika. So wird der indische Standort des US-Händlers Best Buy in ein Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz umgebaut.

Geteilte Reaktionen im Analystenlager

Die vorgelegten Zahlen und der Ausblick sorgen an den Finanzmärkten für unterschiedliche Bewertungen. Auf der einen Seite verweisen Experten auf die anhaltende Zurückhaltung von Großkunden bei diskretionären IT-Budgets ohne unmittelbaren Mehrwert. Auf der anderen Seite sichern die abgeschlossenen Mehrjahresverträge eine solide Grundauslastung für die weltweit rund 598.000 Beschäftigten.

Entsprechend uneinheitlich fallen die Urteile der Analysehäuser aus. Während Nomura die Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 2.630 Rupien beließ und auf das Potenzial im Automobilsektor verwies, bleibt die US-Bank Citi bei ihrer Verkaufsempfehlung mit einem Ziel von 1.840 Rupien.

Ausschlaggebend für die vorsichtigere Haltung sind die gedämpfte Wachstumsdynamik im klassischen IT-Dienstleistungsgeschäft sowie der Margendruck durch Reinvestitionen.

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