TeamViewer Aktie: 37 Prozent seit April-Tief
TeamViewer-Aktie erholt sich vom April-Tief, kämpft aber mit einer gemeldeten Sicherheitslücke und blickt auf die Hauptversammlung.

- Aktie erholt sich vom 52-Wochen-Tief
- BSI meldet Sicherheitslücke in DEX Platform
- Quartalsumsatz steigt leicht auf 183 Mio. Euro
- Hauptversammlung im Juni mit Aktienrückkauf-Ermächtigung
Nach einem Absturz auf ein 52-Wochen-Tief im April hat die TeamViewer-Aktie eine bemerkenswerte Erholung hingelegt. Jetzt kommen gleich zwei Themen auf den Tisch: eine Sicherheitslücke in einem Unternehmensprodukt und eine anstehende Hauptversammlung.
Starke Erholung, technische Bremse
Vom April-Tief bei 4,09 Euro legte die Aktie in der Spitze rund 37 Prozent zu. Zeitweise notierte das Papier deutlich über 5,80 Euro. Eine solche Bewegung hinterlässt Spuren im Chart.
Der Relative-Strength-Index kletterte auf Werte zwischen 77 und 84 Punkten — klar im überkauften Bereich. Die Folge: Gewinnmitnahmen drückten den Kurs vorübergehend zurück. Zuletzt schloss die Aktie im XETRA-Handel bei 5,83 Euro, ein Tagesplus von 4,3 Prozent.
BSI meldet Sicherheitslücke
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Schwachstelle in der TeamViewer DEX Platform gemeldet. Betroffen sind On-Premises-Installationen unter Windows, Linux und UNIX. Das BSI stuft das Risiko mit Stufe 4 ein — das entspricht „mittel“ und einem CVSS-Score von 5,4.
Konkret geht es um eine fehlerhafte Zugriffskontrolle. Nutzer mit geringen Rechten könnten dadurch administrative Funktionen ausführen oder auf sensible Daten zugreifen. TeamViewer hat bereits Updates bereitgestellt.
Quartalszahlen und Analystenbild
Das erste Quartal lieferte ein solides Bild. Der Umsatz stieg um knapp 2,5 Prozent auf 183,2 Millionen Euro. Währungsbereinigt ergab sich ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. Der Gewinn je Aktie kletterte von 0,19 auf 0,22 Euro.
Besonders das Enterprise-Geschäft zog an. Die jährlich wiederkehrenden Umsätze mit Großkunden wuchsen bereinigt um elf Prozent.
Das mittlere Kursziel der Analysten liegt bei 7,89 Euro — deutlich über dem aktuellen Niveau. Die Spanne ist allerdings breit. Goldman Sachs hob das eigene Ziel zwar von 5,00 auf 5,50 Euro an, blieb aber bei „Neutral“. Am anderen Ende der Skala stehen Kursziele von bis zu 13,50 Euro.
Im Juni tagt die ordentliche Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm — ein Signal, das der Markt in der Regel positiv aufnimmt.
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