TeamViewer Aktie: Americas-Fokus
TeamViewer reagiert auf rückläufiges Wachstum in Amerika mit neuer Führung und strebt eine stärkere Enterprise-Ausrichtung an, während der Jahresausblick verhalten bleibt.

- Tim Koubek übernimmt als President für Amerika
- Umsatzwachstum verlangsamt sich deutlich
- Enterprise-Segment wächst, SMB-Bereich schwächelt
- Aktienkurs zeigt deutliche Verluste
TeamViewer will den Enterprise-Kurs in Nord- und Südamerika sichtbar schärfen. Mit Tim Koubek übernimmt dort ein erfahrener Vertriebsmanager das Ruder – genau in einer Phase, in der das Wachstum deutlich nachlässt und der Jahresausblick vorsichtig ausfällt. Kann die Personalie in einer Schlüsselregion schnell genug Wirkung zeigen?
Neuer Chef für die Americas
Am 24. Februar 2026 ernannte TeamViewer Tim Koubek zum President of TeamViewer Americas. Das Unternehmen setzt damit klar auf eine stärkere Enterprise-Ausrichtung in der Region. Koubek gilt als Manager mit starkem Fokus auf skalierbare Vertriebsstrukturen und den Aufbau von Go-to-Market-Teams – Stationen waren unter anderem LogicMonitor und BMC Software.
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CEO Oliver Steil betonte seine „Enterprise-Vertriebsdisziplin“ und Erfahrung mit großen Teams. Chief Revenue Officer Mark Banfield hob vor allem die Fähigkeit hervor, Vertriebs-„Playbooks“ zu entwickeln, die messbares, wiederholbares Wachstum liefern sollen.
Wachstum kühlt ab – Ausblick bleibt vorsichtig
Der Zeitpunkt ist nicht zufällig: TeamViewer stellt sich für 2026 auf nur 0 bis 3% währungsbereinigtes Umsatzwachstum ein. Zum Vergleich: 2025 stieg der Pro-forma-Umsatz währungsbereinigt um 5% auf 767,5 Mio. Euro, allerdings verlangsamte sich das Wachstum im vierten Quartal bereits auf 2%.
Operativ bleibt die Profitabilität hoch, aber auch hier signalisiert die Guidance leichte Normalisierung: Nach 44,3% bereinigter EBITDA-Marge 2025 erwartet das Management für 2026 rund 43%. An der Börse spiegelt sich die Skepsis: Der Kurs schloss am Freitag bei 4,62 Euro, über 30 Tage steht ein Minus von 18,77% zu Buche. Der RSI von 27,6 unterstreicht, wie angeschlagen das kurzfristige Momentum zuletzt war.
Americas unter Beobachtung
Gerade die Americas-Region liefert den Hintergrund, warum TeamViewer dort jetzt nachschärft: Im vierten Quartal 2025 sank der Umsatz in konstanter Währung um 3% auf 73,4 Mio. Euro. Belastungsfaktoren waren laut Unternehmen ein schwächerer US-Markt und eine verhaltene Entwicklung bei der Tochter 1E.
Im Gesamtbild zeigt sich ein gemischtes Muster: Das Enterprise-Segment legte 2025 beim ARR währungsbereinigt um 11% auf 241 Mio. Euro zu, während im SMB-Bereich das ARR im Schlussquartal um 1% zurückging. Bei 1E gab es im vierten Quartal erste Zeichen einer Verbesserung durch ein ARR-Wachstum gegenüber dem Vorquartal.
Konkrete nächste Fixpunkte sind der Jahresbericht 2025 am 18. März 2026 sowie der nächste Earnings Call am 6. Mai 2026 – Termine, an denen sich zeigen muss, ob der neue Americas-Ansatz auch in Zahlen schneller greift als zuletzt.
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