TeamViewer Aktie: Analysten gespalten
TeamViewer erfüllt Umsatzziele, doch der Aktienkurs verharrt auf Tiefstständen. Die Analystenmeinungen sind extrem gespalten, während der Fokus nun auf dem Ausblick für 2026 liegt.

- Goldman Sachs halbiert Kursziel innerhalb eines Jahres
- Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
- Vorläufige Zahlen für 2025 erfüllen Erwartungen
- Breite Spanne zwischen Analysten-Kurszielen
TeamViewer liefert bei Umsatz und Profitabilität, der Kurs tritt dennoch auf der Stelle. Nach vorläufigen Zahlen und einer deutlichen Kurszielkappung durch Goldman Sachs prallen sehr unterschiedliche Analystenmeinungen aufeinander. Für Anleger stellt sich damit vor allem eine Frage: Wie viel Erholungspotenzial steckt kurzfristig noch im Titel?
Am Freitag schloss die Aktie bei 5,75 Euro und damit klar unter der Marke von 6 Euro. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von gut 4 %, seit Jahresanfang liegt der Wert knapp 3 % zurück – auf Zwölfmonatssicht summiert sich der Rückgang sogar auf rund 46 %. Mit einem Abstand von über 57 % zum 52‑Wochen-Hoch bei 13,42 Euro signalisiert auch der Chart, wie stark die Bewertung bereits eingedampft wurde.
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Technisches Bild sendet Warnsignale
Charttechnisch präsentiert sich die Lage angespannt. Mit dem Rutsch unter 6 Euro hat die Aktie kurzfristige Unterstützungen verletzt und notiert inzwischen nur noch rund 6 % über dem 52‑Wochen-Tief bei 5,42 Euro.
Der Blick auf wichtige Durchschnittslinien verdeutlicht den Druck:
- Schlusskurs Freitag: 5,75 Euro
- Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt (8,40 Euro): rund -32 %
- RSI (14 Tage): 27,6 (technisch überverkauft)
Während der Kurs damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt liegt, zeigt der RSI einen bereits stark überverkauften Zustand. Das technische Setup bleibt damit schwach, bietet aber zumindest die Chance auf Gegenbewegungen, falls positive Impulse einsetzen.
Goldman Sachs dreht deutlich ab
Auf der fundamentalen Seite belastet vor allem der Stimmungsumschwung bei Goldman Sachs. Die US-Investmentbank hat nicht nur ihre Stimmrechtspositionen angepasst, sondern auch ihre Bewertung in den vergangenen Monaten spürbar zurückgenommen:
- Februar 2025: Kursziel 12,50 Euro
- August 2025: Kursziel 12,00 Euro
- Seit November 2025: Kursziel 6,50 Euro, Einstufung „Neutral“
Damit hat Goldman Sachs das Kursziel innerhalb eines Jahres nahezu halbiert. Aus Marktsicht begrenzt das aktuelle Kursziel bei 6,50 Euro das kurzfristige Erholungsszenario, da der Schlusskurs von 5,75 Euro nur noch begrenzten Abstand nach oben lässt. Die skeptischere Haltung eines zuvor eher optimistischen Hauses wirkt hier klar nach.
Solide Zahlen ohne neuen Impuls
Fundamental liefert TeamViewer die angekündigten Ergebnisse. Am 9. Januar 2026 präsentierte das Unternehmen vorläufige Zahlen für 2025 und bestätigte, die eigenen Ziele erreicht zu haben.
Die wichtigsten Eckpunkte:
- Umsatz rund 765 Mio. Euro, Prognose erfüllt
- Währungsbereinigtes Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich
- Bereinigte EBITDA-Marge stabil auf hohem Niveau
Operativ gibt es damit keine Enttäuschung. Allerdings löst das Zahlenwerk auch keine neue Fantasie aus. Das Wachstum verläuft deutlich ruhiger als in den frühen Boomjahren, während das Geschäft mit Großkunden weiter als Stabilitätsanker dient. Für den Markt reicht diese Stabilität derzeit offenbar nicht, um den deutlichen Kursrückgang der vergangenen zwölf Monate umzukehren.
Extreme Spanne bei den Kurszielen
Auffällig ist die außergewöhnlich breite Streuung der Analysten-Kursziele. Die Spannweite reicht von vorsichtiger Zurückhaltung bis zu klarer Zuversicht:
- Goldman Sachs: 6,50 Euro, „Neutral“ – kaum Luft über dem aktuellen Kurs
- Barclays: 8,50 Euro, „Overweight“ – vorsichtig positiv, aber mit reduziertem Ziel
- RBC Capital Markets: 16,00 Euro, „Outperform“ – deutlich optimistischer Ansatz
Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Kursziel liegen damit fast 150 % Differenz. Diese ungewöhnlich große Spreizung unterstreicht, wie unterschiedlich die weiteren Wachstumsperspektiven und die Bewertung eingeschätzt werden. Im Marktumfeld begünstigt das kurzfristig eher eine volatile, spekulativ geprägte Kursentwicklung.
Ausblick: Fokus auf den 10. Februar
Der nächste zentrale Termin ist bereits gesetzt: Am 10. Februar 2026 legt TeamViewer den vollständigen Geschäftsbericht vor. Entscheidend wird dann weniger die Bestätigung der bekannten 2025er-Zahlen sein, sondern der Ausblick des Managements auf 2026.
Im Fokus stehen dabei vor allem:
- Aussagen zur Wachstumsdynamik im laufenden Jahr
- Konkrete Pläne für zusätzliche Impulse, etwa durch KI‑Integration in die Produktpalette
- Hinweise, ob sich die Margenstärke auch bei höherem Investitionsbedarf halten lässt
Gelingt es, glaubhaft eine Beschleunigung des Wachstums zu skizzieren, könnte dies eine Neubewertung anstoßen und das stark überverkaufte Chartbild entschärfen. Bleiben die Perspektiven dagegen vage, dürfte der Kurs vorerst in der Nähe der jüngsten Tiefs verharren und sich weiterhin eng am unteren Ende der aktuellen Spanne orientieren.
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