TeamViewer Aktie: Analysten uneins
TeamViewer übertrifft Umsatzerwartungen, doch die vorsichtige Prognose für 2026 und gespaltene Analystenmeinungen prägen das Bild. Das Enterprise-Geschäft wächst stark.

- Umsatz im vierten Quartal übertrifft Konsens
- Enterprise-Bereich verzeichnet deutliches Plus
- Vorsichtige Prognose für das laufende Jahr
- Analysten bewerten Aktie uneinheitlich
TeamViewer präsentierte Anfang Februar solide Quartalszahlen – und erntet dennoch gemischte Reaktionen von Analysten. Während die einen an ihrer Kaufempfehlung festhalten, bleiben andere bei „Halten“. Was steckt hinter den unterschiedlichen Einschätzungen?
Die wichtigsten Fakten:
– Bernstein-Rating: Hold, Kursziel 11,00 Euro
– Q4-Umsatz: 194,6 Mio. Euro, über Konsens
– Enterprise-Wachstum: +11% auf 241 Mio. Euro
– Prognose 2026: 0-3% Wachstum, Marge 43%
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Quartalszahlen über Erwartungen
Der Göppinger Softwareanbieter legte am 10. Februar Zahlen vor, die die Schätzungen leicht übertrafen. Der Pro-forma-Umsatz im vierten Quartal erreichte 194,6 Millionen Euro – bei einem Konsens von 192,6 Millionen. Das bereinigte EBITDA lag bei 87 Millionen Euro, die Marge bei 45 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 767,5 Millionen Euro. In konstanten Währungen entspricht das einem Plus von 5 Prozent.
Ausblick dämpft Erwartungen
Die Prognose für 2026 fällt verhalten aus. TeamViewer erwartet ein Umsatzwachstum zwischen 0 und 3 Prozent in konstanten Währungen. Die bereinigte EBITDA-Marge soll auf rund 43 Prozent sinken – zwei Prozentpunkte unter dem Vorjahr.
Analysten führen die gedämpfte Perspektive primär auf Währungseffekte zurück. Hinzu kommt der Integrationsaufwand für die 2025 übernommene 1E, deren Umsatz im vierten Quartal um 9 Prozent auf 15,4 Millionen Euro sank.
Zweigeteiltes Geschäft
Das Unternehmenskundensegment entwickelt sich dynamisch. Die jährlich wiederkehrenden Erlöse im Enterprise-Bereich kletterten um 11 Prozent auf 241 Millionen Euro. Das Standalone-Enterprise-Geschäft legte sogar um 19 Prozent zu.
Anders im SMB-Segment: Hier gingen die wiederkehrenden Erlöse um 1 Prozent auf 518,7 Millionen Euro zurück. Die Schere zwischen beiden Bereichen öffnet sich weiter.
Plattform-Strategie zeigt erste Erfolge
Die im Mai 2025 gestartete Plattform TeamViewer ONE stößt auf Resonanz. Das Unternehmen meldete bedeutende Abschlüsse im vierten Quartal. Mehr als 13.000 Kunden nutzen mittlerweile die KI-Funktion AI Session Insights für automatisierte Sitzungsprotokolle.
Die Nettoverschuldung belief sich Ende 2025 auf 901,4 Millionen Euro. Der Verschuldungsgrad von 2,6x soll bis Ende 2026 auf etwa 2,3x sinken. Eine Privatplatzierung über 30 Millionen Euro unterstützt die Refinanzierung.
Analysten bleiben gespalten
Bernstein bekräftigte am 17. Februar seine Hold-Empfehlung mit Kursziel 11,00 Euro. Die Deutsche Bank hatte bereits am 11. Februar ebenfalls „Halten“ empfohlen. RBC Capital hält dagegen an seinem Buy-Rating fest.
Die unterschiedlichen Einschätzungen spiegeln die Gemengelage: Solide Enterprise-Dynamik trifft auf gedämpfte Gesamtprognose und Integrationsherausforderungen. Die strategische Neuausrichtung auf margenstarke Unternehmenskunden und die Plattform TeamViewer ONE sollen mittelfristig Früchte tragen – kurzfristig bremsen jedoch Währungseffekte und der 1E-Umbau.
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