TeamViewer Aktie: Solide, aber schwach
TeamViewer bestätigt stabile operative Zahlen, doch der Aktienkurs bleibt stark unter Druck. Leerverkäufer und ein schwaches Chartbild prägen die negative Stimmung am Markt.

- Vorläufige Zahlen zeigen solides Umsatz- und Margenwachstum
- Hohe Short-Positionen signalisieren anhaltendes Misstrauen
- Aktienkurs notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch
- Finale Jahreszahlen am 10. Februar als nächster Test
Operativ läuft es bei TeamViewer ordentlich, an der Börse dagegen herrscht Misstrauen. Das Unternehmen bestätigt stabile Kennzahlen, doch der Kurs bleibt deutlich unter früheren Niveaus und wird von Short-Sellern geprägt. Wie passt diese Diskrepanz zusammen?
Operatives Geschäft: Stabilität statt Einbruch
TeamViewer hat Anfang Januar per Trading-Update seine Ziele für das Geschäftsjahr 2025 im Wesentlichen bestätigt. Die vorläufigen Zahlen zeichnen ein Bild solider Kontinuität statt Krise.
Wichtige Eckdaten des Updates:
- Pro-forma-Umsatz: rund 767 Mio. Euro
- Währungsbereinigtes Wachstum: ca. 5 %
- Bereinigte EBITDA-Marge: etwa 44 %
- Annual Recurring Revenue (ARR): rund 760 Mio. Euro
Besonders zum Jahresende zeigte sich eine gewisse Belebung. Im vierten Quartal legte das vertragsbasierte, wiederkehrende Umsatzvolumen (ARR) gegenüber dem Vorquartal um rund 11 Mio. Euro zu. Das signalisiert, dass die Nachfrage nach der Software nicht weggebrochen ist, sondern sich eher moderat, aber stetig entwickelt.
In Summe sendet das Zahlenwerk ein klares Signal: Das Geschäftsmodell erwirtschaftet weiterhin hohe Margen und stabile wiederkehrende Erlöse, größere operative Brüche sind im Update nicht erkennbar.
Short-Seller spalten den Markt
Trotz dieser Basis bleibt die Stimmung um die Aktie gedrückt. Ein wesentlicher Grund ist das anhaltend hohe Interesse von Leerverkäufern, die auf weiter fallende Kurse setzen.
Auffällig ist dabei die unterschiedliche Positionierung der Marktteilnehmer:
- AQR Capital Management hat seine Netto-Leerverkaufsposition zuletzt auf 3,01 % ausgebaut.
- Andere Adressen wie Qube Research und Citadel Securities haben ihre Short-Positionen hingegen reduziert.
Diese gegenläufigen Bewegungen zeigen, wie umstritten der Titel ist. Ein Teil der professionellen Investoren rechnet offenbar mit weiterem Abgabedruck, andere nehmen Gewinne aus bestehenden Short-Positionen mit oder reduzieren ihr Risiko. Die Folge ist eine erhöhte Nervosität, weil kein klar dominierendes Szenario erkennbar ist.
Chart und Kennzahlen: Tiefer Fall, zaghafte Stabilisierung
Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Die Aktie notiert heute bei 5,82 Euro und damit rund 56 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,42 Euro vom April 2025. Auf Zwölfmonatssicht ergibt sich ein Rückgang von knapp 48 %. Seit Jahresanfang liegt das Minus noch moderat bei gut 1 %.
Auffällige Punkte aus den Kursdaten:
- Der Kurs bewegt sich nur minimal über dem 52-Wochen-Tief von 5,41 Euro.
- Der Abstand zur 200-Tage-Linie von 8,07 Euro beträgt fast 28 % nach unten – ein klarer Hinweis auf einen etablierten Abwärtstrend.
- Der RSI (14 Tage) liegt mit 27,6 im überverkauften Bereich, was eine technisch stark gedrückte Marktlage widerspiegelt.
- Die 30-Tage-Volatilität von gut 69 % (annualisiert) unterstreicht, wie schwankungsanfällig der Wert zuletzt war.
Immerhin: Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Zuwachs von 7,49 % zu Buche. Das deutet auf eine leichte Gegenbewegung nahe des Tiefs hin, ändert aber bisher nichts am übergeordneten Abwärtstrend.
Blick nach vorn: 10. Februar als Bewährungsprobe
Damit steht die Aktie zwischen zwei Polen: auf der einen Seite stabile, vorläufige Eckdaten und eine hohe Profitabilität, auf der anderen Seite ein stark belastetes Chartbild und ein signifikanter Short-Overhang. Der Markt fokussiert sich aktuell eher auf die Risiken als auf die bestätigten Kennzahlen.
Der 10. Februar dürfte zur Bewährungsprobe werden: Dann legt TeamViewer die finalen Zahlen für 2025 vor. Bestätigen sich die bisherigen Daten und liefert das Management zusätzliche Klarheit zum weiteren Wachstumstempo und zur Profitabilität, könnte das ein wichtiger Test dafür sein, ob der Markt seine skeptische Haltung überdenkt oder den Titel weiter in der Nähe der jüngsten Tiefs hält.
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