TeamViewer Aktie: Staatsfonds zieht sich zurück

Der norwegische Staatsfonds hat seine Beteiligung an TeamViewer unter die Meldeschwelle gesenkt. Dies folgt auf eine deutliche Herabstufung der Umsatzprognose und spiegelt sich in einem Kurs nahe dem Jahrestief wider.

Die Kernpunkte:
  • Norwegischer Staatsfonds unter 3-Prozent-Schwelle
  • Umsatzprognose für 2026 deutlich gesenkt
  • Aktienkurs notiert nahe 52-Wochen-Tief
  • Fehlende Wachstumsfantasie belastet Titel

Ein großer, als eher vorsichtig geltender Investor fährt sein Engagement bei TeamViewer zurück – und das ausgerechnet nach einer bereits verdauten Prognosesenkung. Der norwegische Staat ist mit seinem Anteil knapp unter eine wichtige Meldeschwelle gerutscht, während die Aktie weiter in der Nähe ihrer Tiefststände verharrt. Wie viel Vertrauen ist damit aus dem Titel gewichen?

Norwegischer Staatsfonds senkt Beteiligung

Zum Jahresende 2025 hat das norwegische Finanzministerium seinen Anteil an TeamViewer reduziert. Laut einer heute veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung fiel der Stimmrechtsanteil am 31. Dezember unter die meldepflichtige Schwelle von 3 Prozent.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Neuer Stimmrechtsanteil: 2,98 % (zuvor 3,07 %)
  • Entspricht rund 4,88 Millionen Aktien
  • Meldeschwelle von 3 % nach unten durchbrochen

Solche Schritte konservativer Staatsfonds werden von Marktteilnehmern häufig als Hinweis gewertet, dass kurzfristig keine deutliche Beschleunigung im operativen Geschäft erwartet wird. Brisant ist zudem der Schwellenbruch: Unterhalb der 3-Prozent-Marke können weitere kleinere Verkäufe zunächst ohne erneute Stimmrechtsmeldung erfolgen, was den Verkaufsdruck im Hintergrund potenziell verlängern kann.

Prognosesenkung dämpft Wachstumserwartungen

Der Teilrückzug der Norweger steht nicht isoliert, sondern reiht sich in eine bereits belastende Nachrichtenlage ein. Im vierten Quartal 2025 hatte das Management die Erwartungen für 2026 deutlich zurückgeschraubt.

Die aktualisierte Guidance:

  • Umsatzprognose 2026: 790 bis 825 Mio. Euro
  • Erwartetes Wachstum: nur 2 bis 6 % gegenüber dem Vorjahr
  • Ursprüngliche Prognose: 850 bis 870 Mio. Euro

Damit wurde der avisierte Wachstumskorridor klar nach unten verschoben. Die reduzierte Dynamik lastet weiterhin auf der Bewertung. Vor diesem Hintergrund wirkt der Rückgang eines Ankerinvestors wie Norwegen wie eine Bestätigung, dass kurzfristig keine Rückkehr zu den früher kommunizierten Wachstumsambitionen zu erwarten ist.

Chartbild: Nähe zum Jahrestief

An der Börse spiegelt sich diese Skepsis deutlich wider. Heute liegt der Kurs bei 5,98 Euro und damit nur knapp über dem 52‑Wochen-Tief von 5,42 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Minus auf rund 37 Prozent.

Auffällig ist dabei der Abstand zu früheren Niveaus:

  • 52‑Wochen-Hoch: 13,42 Euro
  • Abstand zum Hoch: rund -55 %
  • 200‑Tage-Durchschnitt: 8,70 Euro (aktuell ca. -31 % darunter)

Damit notiert die Aktie deutlich unter ihren längerfristigen Durchschnittspreisen. Der Bereich um 6 Euro fungiert derzeit eher als Deckel denn als Unterstützung. Rein technisch signalisiert ein RSI von 27,6 zwar kurzfristige Überverkauftheit, doch das allein hat bislang keinen nachhaltigen Stimmungsumschwung ausgelöst.

Fazit: Vertrauensverlust wiegt schwer

Die Lage bleibt angespannt: Eine klar reduzierte Umsatzprognose für 2026 und der Rückgang eines prominenten Staatsinvestors zeichnen gemeinsam das Bild eines Titels, dem es aktuell an Wachstumsfantasie fehlt. Der Kursverlauf mit großem Abstand zum Jahreshoch und Nähe zum Tief bestätigt diese Einschätzung. Erst wenn das Unternehmen wieder mit positiven operativen Überraschungen oder einer Anhebung der Ziele aufwartet, dürfte sich die Ausgangslage für eine stabile Erholung der Aktie spürbar verbessern.

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