TeamViewer Aktie: Wachstumsbremse im Massengeschäft
TeamViewer verzeichnet 2025 starkes Enterprise-Wachstum, kämpft aber mit hoher Kundenabwanderung im SMB-Segment. Die Folge ist eine äußerst zurückhaltende Prognose für 2026.

- Umsatzwachstum 2025 bei fünf Prozent auf 767,5 Mio. Euro
- Abwanderungsrate im Massengeschäft bei 16,4 Prozent
- Defensive Prognose für 2026: Null bis drei Prozent Wachstum
- Aktienkurs verliert seit Jahresbeginn über 22 Prozent
Der frisch veröffentlichte Jahresbericht für 2025 offenbart bei TeamViewer eine tiefe Kluft. Während das Großkundengeschäft floriert und Rekordabschlüsse verzeichnet, kämpft der Softwareanbieter mit einer spürbaren Kundenabwanderung im angestammten Massenmarkt. Diese Schwäche zwingt das Management nun zu einer äußerst defensiven Prognose für das laufende Jahr.
Solide Zahlen, aber tiefe Risse
Auf den ersten Blick lesen sich die finalen Zahlen für 2025 durchaus erfreulich. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um fünf Prozent auf 767,5 Millionen Euro, während die bereinigte EBITDA-Marge auf 44,3 Prozent anstieg. Ein Blick unter die Oberfläche zeigt jedoch ein zweigeteiltes Bild. Das Enterprise-Segment wuchs kräftig um 19 Prozent und verbuchte den größten Einzelabschluss der Firmengeschichte.
Im Gegensatz dazu bröckelt das Fundament im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen (SMB). Hier sprang die Abwanderungsrate im vierten Quartal auf bedenkliche 16,4 Prozent. Das abgelaufene Jahr entpuppte sich somit als Übergangsjahr, in dem die Integration von Zukäufen und der Fokus auf Großkunden viel operative Energie banden.
Neue Köpfe und Partnerschaften
Um das Wachstum bei den Großkunden weiter anzukurbeln, verstärkt sich der Konzern personell. Seit Ende Februar lenkt der erfahrene Vertriebsexperte Tim Koubek als President das wichtige Amerika-Geschäft. Er soll mit strukturierten Go-to-Market-Strategien die Marktanteile in der Region ausbauen.
Das Unternehmen flankiert diese Vertriebsoffensive mit neuen Produktpartnerschaften. Dazu zählen eine tiefere Integration in Microsoft Intune für vereinfachtes Gerätemanagement sowie eine Augmented-Reality-Lösung für industrielle Fließbänder, die zur Hannover Messe mit dem Partner Cybus präsentiert wird.
Magere Prognose und Index-Abstieg
Die strukturellen Probleme im Massengeschäft hinterlassen deutliche Spuren in der Planung für 2026. Das Management stellt lediglich ein marginales Wachstum von null bis drei Prozent in Aussicht. Hinzu kommen die Erwartung einer schrumpfenden Marge und negative Währungseffekte. Diese trüben Aussichten spiegeln sich im Aktienkurs wider, der bei aktuell 4,64 Euro notiert und seit Jahresbeginn bereits gut 22 Prozent eingebüßt hat.
Erschwerend kommt hinzu, dass am kommenden Montag der Abstieg vom MDAX in den SDAX ansteht. Dieser Wechsel dürfte durch zwingende Umschichtungen von Indexfonds kurzfristig für zusätzlichen Verkaufsdruck sorgen, da SDAX-Tracker die Papiere meist erst zeitverzögert aufnehmen.
Ob die strategische Neuausrichtung auf Enterprise-Kunden die Schwächen im Kerngeschäft rechtzeitig kompensieren kann, messen Investoren an den nächsten operativen Meilensteinen. Konkrete Einblicke in die Entwicklung des neuen Jahres liefert das Unternehmen am 6. Mai mit den Zahlen zum ersten Quartal, bevor am 2. Juni die Hauptversammlung stattfindet.
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