Tele Columbus: Eine neue Enttäuschung

Der hauptsächlich in Berlin aktive Kabelanbieter Tele Columbus hat zur Wochenmitte seiner Halbjahreszahlen präsentiert. Richtig einordnen kann man diese vorläufigen Zahlen noch nicht, da keine Vorjahresergebnisse mit genannt wurden.

So nur die präsentierten Details in absoluter Kürze: Der Umsatz lag bei 240 Millionen Euro und das normalisierte EBITDA erreichte einen Wert von 118 Millionen Euro.

Tele Columbus senkt Prognose

Soweit so gut. Was allerdings für Unmut am Markt sorgen dürfte, ist die Prognose. Denn das SDAX-Unternehmen hat inzwischen schon zum zweiten Mal in diesem Jahr seinen Ausblick gesenkt. Als Begründung wurde genannt, dass man mit der Integration der bereits 2015 übernommenen Pepcom nun zum Abschluss käme. Außerdem will man im Oktober deutlich stärkere Marketingaktivitäten starten. Das soll die Kosten erhöhen, wobei man auch beim Umsatz mit einem später einsetzenden Wachstum rechnet.

Konkret rechnet Tele Columbus nur noch mit stabilen Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Das normalisierte EBITDA soll bei mindestens 235 Millionen Euro liegen. Bei der Mitte Mai abgesenkten Prognose lag das erwartete normalisierte EBITA zwischen 265 und 280 Millionen Euro. Für den Umsatz hatte man ein Wachstum im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Wird die Aktie zum Pennystock?

Das dürfte der Aktie erneut stark zu schaffen machen. Schon im Mai hatte der Wert nach der ersten Gewinnwarnung deutlich abgegeben und war zuletzt nochmals kräftig unter die Räder gekommen. Die zaghafte Erholungstendenz der letzten Tage dürfte sich mit der neuen Warnung erledigt haben. Hier droht realistisch die Gefahr, dass die Aktie zum Pennystock werden könnte.

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