Telecom Italia Aktie: 400 Millionen für Rückkauf freigegeben
Telecom Italia beginnt mit Rückkauf eigener Aktien im Wert von 100 Millionen Euro. Trotz Quartalsverlust hält der Konzern an seinen Jahreszielen fest.

- Erste Tranche von 100 Millionen Euro
- Gesamtbudget von 400 Millionen Euro
- Umsatzplus von 1,4 Prozent im Quartal
- Nettoverlust steigt auf 211 Millionen Euro
Telecom Italia legt los. Der italienische Telekomkonzern hat das von der Hauptversammlung im April genehmigte Aktienrückkaufprogramm offiziell gestartet. Die erste Tranche umfasst 100 Millionen Euro – Teil eines milliardenschweren Vorhabens, das bis zu 700 Millionen eigene Aktien einziehen soll.
Das Gesamtbudget beträgt 400 Millionen Euro. Damit reiht sich Telecom Italia in eine wachsende Zahl europäischer Unternehmen ein, die aktuell Kapital in den Rückkauf eigener Anteile stecken. Ein Trend, der zuletzt auch am italienischen Markt deutlich an Fahrt gewonnen hat.
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Quartalszahlen mit Licht und Schatten
Die jüngsten Geschäftszahlen vom Mai 2026 zeigen ein gemischtes Bild. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 1,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) gab dagegen um 1,7 Prozent auf eine Milliarde Euro nach.
Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 211 Millionen Euro – deutlich mehr als die 71 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. CEO Pietro Labriola führt einen Teil der Entwicklung auf Kundenabwanderung im Zusammenhang mit Änderungen bei Mobilfunk-Discountern (MVNO) im eigenen Netz zurück.
Trotz der Belastungen hält das Management am Ausblick fest. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Telecom Italia ein Umsatzplus von zwei bis drei Prozent. Das EBITDA soll um fünf bis sechs Prozent zulegen.
Breitere Perspektive
Die Aktie profitiert von der Nachricht. Mit 0,74 Euro notiert sie auf einem 52-Wochen-Hoch und hat sich binnen zwölf Monaten nahezu verdoppelt. Der RSI von 76,3 signalisiert allerdings eine technisch überkaufte Lage.
Der europäische Telekomsektor durchläuft derweil einen strukturellen Wandel. Telecom Italia positioniert sich im Trend zu „souveränen Diensten“ – ein branchenweiter Vorstoß, die Abhängigkeit von Nicht-EU-Technologieanbietern zu reduzieren.
Bleibt die Schuldenlast. Mit 7,3 Milliarden Euro steht der Konzern unter Druck. Der weitere Verlauf des Rückkaufprogramms wird zeigen, ob das Management den Spagat zwischen Kapitalrückführung und Bilanzstabilisierung meistert.
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