Telepizza: Seitwärtsphase ohne Katalysator

Telepizza kämpft mit hohen Provisionen von Liefer-Apps. Neue Technologien und Roboter sollen die Margen stabilisieren.

Die Kernpunkte:
  • Liefer-Apps fordern bis zu 30 Prozent Provision
  • Roboter und KI senken operative Kosten
  • Franchise-Modelle streben Margenverbesserung an
  • Konsumlaune und Konjunktur belasten Geschäft

Die globale Gastronomiebranche steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbruch. Liefer-Apps und Quick-Commerce-Plattformen verändern das Verhalten der Konsumenten radikal. Für Ketten wie Telepizza verschärft sich die Lage zusehends.

Die Macht der Liefer-Apps

Digitale Giganten wie iFood eilen derzeit von Rekord zu Rekord. Im jüngsten Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 40 Prozent. Das bereinigte EBITDA erreichte 400 Millionen Dollar.

Parallel dazu geraten klassische Pizzerien unter Druck. Lieferdienste verlangen oft Provisionen von bis zu 30 Prozent. Das zehrt die operativen Margen fast vollständig auf.

Roboter gegen Kostendruck

Der Wettbewerb durch den schnellen Lebensmittelhandel verschärft sich weiter. Anbieter nutzen Dark Stores, um Lieferzeiten drastisch zu senken. Diese Konkurrenz dürfte bis Ende 2027 anhalten.

Viele Unternehmen setzen nun auf radikale Effizienz. In Logistikzentren übernehmen Roboter immer mehr Aufgaben. Digitale Systeme sollen zudem die Rückverfolgbarkeit der Produkte verbessern.

Fokus auf Profitabilität

Anleger blicken nun gespannt auf die Profitabilität der Franchise-Modelle. Einige Anbieter streben Margenverbesserungen von 30 bis 60 Prozent an. Erreichen wollen sie dies durch neue Technologie-Projekte.

Indes bleibt das wirtschaftliche Umfeld schwierig. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie in der Eurozone schrumpft weiter. Die Konsumlaune der Kunden ist aktuell eher verhalten.

Dazu kommen neue Berichtspflichten durch die CSRD-Richtlinie. Unternehmen müssen künftig deutlich mehr Daten zur Nachhaltigkeit offenlegen. Der Einsatz von KI soll helfen, diese Kosten zu bewältigen.

Die Stabilisierung der Margen entscheidet über den künftigen Erfolg. Anleger warten nun auf die Verhandlungsergebnisse mit den großen Lieferplattformen. Neue Zahlen zur Kostenentwicklung folgen mit den nächsten Quartalsberichten.

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