Teradyne Aktie: 7,45 Prozent Erholung nach Ausverkauf
Teradyne-Aktie erholt sich um 7,45 Prozent, nachdem KI-Sorgen und NAND-Überangebot den Kurs gedrückt hatten.

- Aktie steigt um 7,45 Prozent
- KI-Umsatzanteil fast 70 Prozent
- UltraFLEXplus-Auslieferungen verdoppelt
- Robotiksparte zeigt viertes Wachstumsquartal
Am Freitag zeigen sich die Aktionäre von Teradyne erleichtert. Die Aktie des US-Chipausrüsters steigt um 7,45 Prozent auf 343,85 Euro. Ein kleiner Teil der Verluste ist damit wieder wettgemacht. Am Vortag war der Kurs noch um rund 13,6 Prozent eingebrochen.
Der Ausverkauf am Donnerstag traf die gesamte Branche der Halbleiterausrüster. Auslöser waren Berichte über eine mögliche Abkühlung der KI-Nachfrage im Ausrüstungssegment. Hinzu kamen Sorgen um ein Überangebot bei NAND-Speicherchips, das mindestens bis zum dritten Quartal 2026 anhalten soll.
KI bleibt der dominierende Treiber
Der Rücksetzer ändert wenig an der grundlegenden Geschichte. Im ersten Quartal 2026 stammten fast 70 Prozent der Teradyne-Umsätze aus dem KI-Geschäft. Im Vorquartal waren es noch rund 60 Prozent. Die Halbleiter-Testsparte des Unternehmens knackte erstmals die Milliardenschwelle: 1,1 Milliarden Dollar Umsatz bedeuten mehr als eine Verdopplung zum Vorjahr.
Die Plattform UltraFLEXplus spielt dabei eine Schlüsselrolle. Die Auslieferungen haben sich in den vergangenen neun Monaten mehr als verdoppelt. Der Grund: Die Systeme werden für das Testen von KI-Chips und Data-Center-Komponenten benötigt. Teradyne stärkte seine Position zudem durch Zukäufe. Im April übernahm der Konzern TestInsight, im Juni folgte eine Kooperation mit Tokyo Electron.
Die Robotiksparte lieferte ebenfalls solide Zahlen ab. Das vierte Quartal in Folge mit Wachstum – und das in einem saisonal schwachen Zeitraum. Der Umsatz stieg um 32 Prozent auf 91 Millionen Dollar.
Ausblick und Bewertung
Die Anleger warten nun auf die Quartalszahlen für das zweite Quartal, die Ende Juli oder Anfang August erwartet werden. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von rund 2,04 Dollar bei Erlösen von etwa 1,22 Milliarden Dollar. Beides wäre ein deutliches Plus zum Vorjahreszeitraum.
Die Aktie notiert rund 19 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 425,25 Euro, das erst am 30. Juni erreicht wurde. Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt der Aufwärtstrend intakt: Der Kurs liegt sowohl über der 50-Tage- als auch über der 200-Tage-Linie. Das ist ein Indiz, dass viele Anleger weiter auf die KI-Wette von Teradyne setzen.
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