Terawulf Aktie: Zahlen am 5. August
Chardan Capital startet Terawulf mit Kaufvotum. KI-Infrastruktur und Milliarden-Deals mit Anthropic und Google stützen die Aktie.

- Kaufempfehlung von Chardan Capital
- Geplanter Gigawatt-Campus in Kentucky
- 19-Milliarden-Deal mit KI-Firma Anthropic
- Google hält Optionsscheine an Terawulf
Der US-Infrastrukturspezialist Terawulf steht am heutigen Montag im Fokus der Finanzmärkte. Das Analysehaus Chardan Capital hat die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung („Buy“) und einem Kursziel von 32 US-Dollar aufgenommen. Die Analysten begründen diesen Schritt mit dem massiven Wachstumspotenzial im Bereich der Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Im aktuellen Marktumfeld notiert das Papier bei 15,75 Euro, was einem Rückgang von 3,10 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.
Gigawatt-Projekt in Kentucky und strategischer Schwenk
Das Unternehmen, das seinen Ursprung im Bitcoin-Mining hat, treibt die Transformation zu einem Entwickler von Infrastruktur für High-Performance Computing (HPC) und KI-Anwendungen konsequent voran. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die geplante Errichtung einer neuen Anlage im US-Bundesstaat Kentucky. Der sogenannte „Muskie Data Campus“ verfügt laut Unternehmensangaben über ein Potenzial von bis zu einem Gigawatt (GW) an Kapazität.
Dieser Standort soll speziell auf die Anforderungen moderner KI-Workloads zugeschnitten werden. Aktuell verfügt Terawulf über ein Portfolio von rund 3,6 Gigawatt an fünf Standorten, darunter New York und Maryland. Ziel des Managements ist es, jährlich zwischen 250 und 500 Megawatt an neuer IT-Last zu kontrahieren. Chardan Capital schätzt, dass diese Expansion einen jährlichen Nettowert für das Eigenkapital von mehr als 2,3 Milliarden US-Dollar schaffen könnte.
Milliardendeal mit Anthropic und Rückendeckung durch Google
Die operative Dynamik wird durch bedeutende Vertragsabschlüsse untermauert. Terawulf hat einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren mit dem KI-Unternehmen Anthropic abgeschlossen. Die Vereinbarung umfasst eine Kapazität von 401 Megawatt und wird mit einem Gesamtwert von rund 19 Milliarden US-Dollar beziffert. Insgesamt hat das Unternehmen bereits 821 Megawatt vertraglich gesichert. Die finanzielle Basis wird zudem durch den Verkauf einer 50,1-prozentigen Beteiligung am Standort Abernathy gestärkt, der rund 530 Millionen US-Dollar einbrachte.
Parallel dazu festigt sich die Verbindung zu großen Technologiekonzernen. Der Google-Mutterkonzern Alphabet hält mittlerweile Optionsscheine (Warrants), die einem Anteil von 14 Prozent an Terawulf entsprechen. Zudem fungiert Google als Garant für Leasingzahlungen in Milliardenhöhe, um den Ausbau der Rechenzentren für seine Cloud-Kunden abzusichern. Bei einer Marktkapitalisierung von derzeit 8,04 Milliarden Euro positioniert sich Terawulf damit als einer der frühen Akteure im physischen Aufbau der KI-Infrastruktur.
Neben Chardan äußern sich auch andere Analystenhäuser optimistisch. Needham bestätigte ein Kursziel von 33 US-Dollar, während weitere Marktbeobachter die Spanne zwischen 30 und 72 US-Dollar ansetzen. Anleger richten ihr Augenmerk nun auf den 5. August, wenn Terawulf die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026 vorlegen wird. Davon werden weitere Details zur Profitabilität und zum Fortschritt der Bauarbeiten am Lake Mariner Standort erwartet.
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