Tesla: 1,28 Millionen FSD-Abos, 51% Wachstum
Tesla übertrifft Gewinnerwartungen, doch ein massiver Anstieg der Investitionen auf über 25 Milliarden Dollar trübt den Ausblick und belastet die Aktie.

- Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
- Investitionsausgaben steigen auf 25 Milliarden
- Bruttomarge erreicht Mehrjahreshoch
- FSD-Abonnements wachsen um 51 Prozent
Schlagzeile und Realität lagen bei Teslas Q1-Ergebnissen nah beieinander — und doch weit auseinander. Der Elektroautobauer übertraf die Erwartungen beim Gewinn, meldete die höchste Bruttomarge seit Jahren und zeigte starkes Wachstum bei Fahrassistenz-Abonnements. Dann kam der Earnings Call.
Capex-Schock dreht die Stimmung
Tesla erzielte im ersten Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn von 0,41 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 22,38 Milliarden Dollar. Analysten hatten 0,37 Dollar je Aktie erwartet. Die Aktie legte nach Börsenschluss zunächst rund vier Prozent zu — bis CFO Vaibhav Taneja das Investitionsprogramm offenlegte.
Die Investitionsausgaben sprangen um 67 Prozent auf 2,49 Milliarden Dollar. Noch schwerer wog die Prognose: Taneja kündigte an, dass die Capex für das Gesamtjahr auf über 25 Milliarden Dollar steigen wird — nach einer Schätzung von 20 Milliarden Dollar im Vorquartal. Als direkte Folge erwartet das Unternehmen für den Rest des Jahres negativen freien Cashflow. Die After-Hours-Gewinne verpufften.
Bruttomarge auf Mehrjahreshoch — mit Fragezeichen
Die Bruttomarge kletterte auf 21,1 Prozent, nach 16,3 Prozent im Vorjahresquartal. Automotive-Bruttomarge ohne Regulierungsgutschriften lag bei 19,2 Prozent — der höchste Wert seit mehreren Quartalen. Tesla führt das auf einen höheren Durchschnittsverkaufspreis und gesunkene Materialkosten zurück.
Allerdings zog die Qualität dieser Verbesserung Aufmerksamkeit auf sich. Als wichtigster Treiber des Anstiegs beim operativen Ergebnis — von 399 Millionen auf 941 Millionen Dollar gegenüber Q1 2025 — nannte Tesla Einmaleffekte bei Garantien und Zöllen. Der CFO bestätigte eine Zollentlastung von rund 250 Millionen Dollar, betonte jedoch, diese stehe nicht im Zusammenhang mit IEEPA-Zöllen.
FSD wächst, Energie schwächelt
Das stärkste Wachstumssignal lieferte Full Self-Driving. Aktive FSD-Abonnements stiegen um 51 Prozent auf 1,28 Millionen, bezahlte Robotaxi-Kilometer verdoppelten sich gegenüber dem Vorquartal nahezu. Der Bereich Services und Sonstiges wuchs um 42 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar — deutlich schneller als der Gesamtumsatz, der um 16 Prozent auf 22,38 Milliarden Dollar zulegte.
Das Energiesegment entwickelte sich gegensätzlich. Mit 2,41 Milliarden Dollar lag der Umsatz zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Energiespeicher-Auslieferungen brachen um 38 Prozent auf 8,8 GWh ein — weit unter der Analystenerwartung von 12 bis 14 GWh.
Robotaxi-Expansion und Hardware-3-Problem
Elon Musk gab auf dem Call bekannt, dass ältere Tesla-Fahrzeuge mit Hardware-3-Computern das künftige „unsupervised“ FSD nicht unterstützen werden. Tesla plant ein vergünstigtes Tauschprogramm für betroffene Kunden. Indes startete Tesla im April bereits unbemannte Robotaxi-Fahrten in Dallas und Houston. Musk nannte als Ziel, den Dienst bis Jahresende in rund einem Dutzend US-Bundesstaaten anzubieten.
An der Börse kostet die Aktie aktuell rund 324 Euro — ein Minus von gut 13 Prozent seit Jahresbeginn. Das Capex-Hochschrauben auf über 25 Milliarden Dollar für 2026 ist die entscheidende Variable: Ob das FSD-Wachstum diese Ausgaben rechtfertigt, wird sich spätestens mit den Halbjahreszahlen zeigen müssen.
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