Tesla: 25 Milliarden Capex schocken Anleger
Tesla überrascht mit starkem Gewinn im ersten Quartal, kündigt aber Rekordinvestitionen von über 25 Milliarden Dollar an. Die Aktie fällt nachbörslich.

- Bereinigter Gewinn je Aktie übertrifft Prognosen
- Investitionsausgaben auf über 25 Milliarden Dollar erhöht
- FSD-Abonnements steigen um 51 Prozent
- Produktionsüberhang von 50.000 Fahrzeugen
Tesla liefert im ersten Quartal 2026 starke Zahlen. Der Gewinn übertrifft die Erwartungen der Wall Street deutlich. Im Anschluss schickte Finanzchef Vaibhav Taneja die Aktie nachbörslich trotzdem auf Talfahrt. Der Grund ist ein beispielloses Investitionsprogramm.
Das operative Geschäft läuft rund. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 41 US-Cent. Analysten hatten lediglich 37 Cent prognostiziert. Parallel dazu kletterte die Bruttomarge auf starke 21,1 Prozent. Niedrigere Materialkosten und höhere Verkaufspreise stützten die Profitabilität.
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Soweit so gut. Dann folgte der Ausblick auf die Investitionen. Tesla plant für das laufende Jahr nun Ausgaben von über 25 Milliarden US-Dollar. Das sind fünf Milliarden mehr als zuletzt veranschlagt. Der Konzern baut sechs Fabriken parallel auf. Dazu gehören eine Lithium-Raffinerie und neue Produktionsstätten für den Roboter Optimus.
An der Börse sorgte das für Ernüchterung. Die Tesla-Aktie notiert aktuell bei rund 320 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf 14,5 Prozent. Der Kurs rutschte unter die wichtige 200-Tage-Linie.
Software als neuer Wachstumsmotor
Ein Lichtblick ist das Software-Geschäft. Tesla verzeichnete einen rasanten Anstieg bei den Abonnements für das Assistenzsystem FSD. Die Zahl der aktiven Nutzer kletterte auf 1,28 Millionen. Das entspricht einem Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Strategie geht auf. Tesla hatte den Preis für das Abo auf 99 Dollar pro Monat gesenkt. Infolgedessen stieg der Umsatz im Dienstleistungssegment um 42 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar. Kunden erkennen offenbar den Mehrwert der Software.
Hardware-Probleme und volle Lager
Zwei Baustellen trüben das Bild. Erstens produzierte Tesla im abgelaufenen Quartal rund 50.000 Fahrzeuge mehr als ausgeliefert wurden. Dieser Bestandsüberhang könnte künftig Rabatte erzwingen. Zweitens gibt es Probleme bei der Robotaxi-Flotte.
Ältere Fahrzeuge mit dem Hardware-3-Computer unterstützen das kommende autonome Fahren nicht. Tesla muss diesen Kunden nun vergünstigte Upgrades anbieten. Das kostet Geld und Zeit. Hinzu kommt eine erneute Verschiebung beim Tesla Roadster. Elon Musk peilt die Präsentation nun für Ende Mai an.
Das massive Investitionsprogramm fordert seinen Tribut. Tesla rechnet für den Rest des Jahres 2026 mit einem negativen freien Cashflow. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 soll wieder Geld in die Kassen fließen. Bis dahin muss das Unternehmen beweisen, dass die Milliardeninvestitionen in Robotaxis echte Erträge abwerfen.
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