Tesla Aktie: 5.000 Robotaxis in Nevada genehmigt

Tesla darf in Nevada bis zu 5.000 Robotaxis betreiben und treibt die Cybercab-Einführung in Austin voran. Zudem meldet der Konzern einen Großauftrag für den Tesla Semi und beendet den schwedischen Streik.

Die Kernpunkte:
  • Nevada genehmigt 5.000 Robotaxis
  • Cybercab-Start in Austin geplant
  • Einride ordert 500 Tesla Semi
  • Tesla beendet Streik in Schweden

Tesla bereitet den großflächigen Einsatz seiner autonomen Fahrsysteme vor und hat dafür wesentliche regulatorische Hürden in den USA genommen. In Nevada erhielt das Unternehmen die Genehmigung, den Betrieb seiner Robotaxis in Clark County massiv auszuweiten. Während die bisherige Erlaubnis auf lediglich zehn Fahrzeuge begrenzt war, darf Tesla nun bis zu 5.000 bezahlte Robotaxis einsetzen.

Expansion der autonomen Fahrbereitschaft

Die Entscheidung der Behörden in Nevada ermöglicht es dem Konzern, seinen geplanten Fahrdienst in größerem Maßstab zu testen. Bevor der kommerzielle Start erfolgen kann, muss Tesla jedoch noch Inspektionen abschließen sowie Versicherungs- und Tarifunterlagen einreichen.

Das Unternehmen bezeichnete die Grenze von 5.000 Fahrzeugen als Obergrenze, wobei bereits die Inbetriebnahme von rund 2.500 Einheiten innerhalb eines Jahres als starkes Ergebnis gewertet würde.

Parallel dazu verdichten sich Medienberichten zufolge die Anzeichen für einen baldigen öffentlichen Start des sogenannten Cybercabs in Austin, Texas. Tesla hat seine Belegschaft offenbar darüber informiert, erste Fahrten auf öffentlichen Straßen zunächst für Mitarbeiter anzubieten.

Wenige Tage nach dieser Testphase soll der Dienst in den regulären Robotaxi-Service integriert werden. Passend dazu zeigen Bauanträge, dass Tesla in Austin eine spezielle Anlage für kabelloses Laden errichtet, die mit 80 Ladestationen für die Cybercab-Flotte ausgestattet werden soll.

Kommerzielle Erfolge und operative Bereinigung

Abseits der autonomen Technologie verzeichnet Tesla Fortschritte im Bereich der schweren Nutzfahrzeuge. Das schwedische Logistikunternehmen Einride gab am vergangenen Mittwoch bekannt, in diesem Jahr 500 Einheiten des Tesla Semi in Nordamerika einzusetzen.

Dieser Auftrag unterstreicht die Nachfrage im kommerziellen Sektor. Zudem konnte Tesla einen langwierigen Arbeitskampf in Nordeuropa beilegen. Die schwedische Gewerkschaft IF Metall beendete ihren fast dreijährigen Streik, nachdem Tesla eine Einigung mit den streikenden Mitgliedern erzielt hatte.

Analyst Andrew Percoco vom Bankhaus Morgan Stanley bewertete die Aktie in einer Analyse vom 11. August weiterhin mit „Equal Weight“. Er sieht das Kursziel für das Papier bei 415 US-Dollar. Im heutigen Handel notiert die Aktie bei 301,00 € und konnte damit gegenüber dem gestrigen Schlusskurs leicht um 0,4 % zulegen. Trotz der jüngsten operativen Fortschritte liegt der Wert seit Jahresbeginn jedoch mit 23 % im Minus.

Rückrufe und technologische Ausblicke

Überschattet wurden die Expansionspläne zuletzt durch eine großangelegte Rückrufaktion in China. Medienberichten zufolge sind rund 2,98 Millionen Fahrzeuge von Problemen mit der Notentriegelung der Türen betroffen. Tesla reagiert darauf jedoch nicht mit Hardware-Tauschen, sondern stellt Warnaufkleber bereit und spielt ein Software-Update über die Cloud ein.

Für Aufsehen sorgt zudem die Aussicht auf eine Neuauflage des Tesla Roadster. Wie Reuters berichtet, könnte das überarbeitete Modell bereits in diesem Monat vorgestellt werden.

Eine geplante Demonstration am Teststandort von SpaceX in McGregor, Texas, soll dabei den Einsatz von Kaltgastriebwerken zeigen, die in Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtunternehmen entwickelt wurden. Technisch notiert die Aktie derzeit etwa 13 % unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was die anhaltend volatile Phase des Titels widerspiegelt.

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