Tesla Aktie: Abo-Zwang ab Februar
Tesla schafft den Einmalkauf für seine Fahrassistenzsoftware ab und führt ein reines Abo-Modell ein. Hintergrund sind niedrige Nutzerzahlen, rechtliche Herausforderungen und ein ambitioniertes Ziel für CEO Musks Vergütung.

- FSD ab Februar nur noch als Monatsabo verfügbar
- Nur 12 Prozent der Kunden nutzen die Software
- Strategiewechsel soll Abonnentenziel für Musk-Vergütung fördern
- Ankündigung folgt auf gerichtliche Rügen wegen irreführender Werbung
Tesla streicht das einmalige Kaufangebot für seine Full Self-Driving-Software (FSD). Ab dem 14. Februar 2026 können Kunden die Fahrassistenz nur noch im monatlichen Abo für 99 Dollar nutzen – die 8.000-Dollar-Kaufoption fällt ersatzlos weg. CEO Elon Musk verkündete die Entscheidung ohne weitere Begründung via X. Die Aktie schloss daraufhin 1,8 Prozent tiefer.
Schwache Akzeptanz trifft auf ambitionierte Ziele
Die Hintergründe des Strategiewechsels liegen in den enttäuschenden Nutzerzahlen. CFO Vaibhav Taneja räumte im Oktober 2025 ein, dass lediglich 12 Prozent der Tesla-Flotte FSD nutzen – eine Quote, die weit hinter den internen Erwartungen zurückbleibt. Mit der niedrigeren Einstiegshürde von 99 Dollar monatlich statt 8.000 Dollar auf einen Schlag will Tesla offenbar die Schwelle senken.
Doch die Rechnung hat noch eine andere Dimension: Musks Vergütungspaket sieht vor, dass Tesla zehn Millionen aktive FSD-Abonnenten über einen Zeitraum von drei Monaten erreichen muss – bis Ende 2035. Durch die Abschaffung der Kaufoption werden künftig alle neuen FSD-Nutzer automatisch zu Abonnenten und zählen damit zur Zielmarke.
Rechtliche Altlasten im Hintergrund
Der Zeitpunkt der Ankündigung dürfte kein Zufall sein. Im Dezember 2025 befand ein kalifornisches Gericht, Tesla habe mit irreführenden Aussagen zu FSD und Autopilot geworben. Die kalifornische Zulassungsbehörde sollte daraufhin Teslas Produktions- und Händlerlizenzen für 30 Tage aussetzen – eine Anordnung, die vorerst ausgesetzt wurde. Tesla erhielt 60 Tage Zeit, entweder die Produktnamen zu ändern oder die versprochene Autonomie tatsächlich zu liefern.
Parallel laufen mehrere Sammelklagen gegen Tesla, in denen Kunden volle Autonomie einklagen, die nie eingetreten ist. Mit der Streichung der Kaufoption könnte Tesla seine potenzielle Haftung in diesen Verfahren begrenzen.
Wettbewerb zieht davon
Während Tesla mit rechtlichen Problemen und fallenden Absätzen kämpft, baut die Konkurrenz ihre Position aus. Alphabet-Tochter Waymo verzeichnete im Dezember 2025 über 450.000 bezahlte Fahrten pro Woche in fünf US-Städten und plant die Expansion nach London und Tokio. Teslas eigener Robotaxi-Dienst läuft bislang nur in Austin – mit menschlichen Sicherheitsfahrern an Bord.
Die Quartalszahlen für Q4 2025 am 28. Januar dürften zeigen, wie stark der Gegenwind geworden ist. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,34 Dollar – nahezu halbiert im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Auslieferungen gingen im vierten Quartal um 16 Prozent zurück, das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Zahlen.
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