Tesla Aktie: Analysten im Widerspruch

Teslas Auslieferungen verfehlen Erwartungen, während Analystenkurse extrem auseinanderklaffen. Das Terafab-Projekt mit Intel als neuem Partner gewinnt an Bedeutung.

Die Kernpunkte:
  • Q1-Auslieferungen unter Markterwartungen
  • Extreme Spanne bei Analystenkurszielen
  • Terafab-Projekt mit Intel als Partner
  • Wachsende Lagerbestände als Risikosignal

Die Q1-Auslieferungszahlen sind durch — und sie hinterlassen ein gemischtes Bild. Tesla lieferte im ersten Quartal 358.023 Fahrzeuge aus, gut 6,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Klingt solide, war es aber nicht ganz: Die Markterwartungen lagen bei rund 370.000 Einheiten. Die Produktionszahlen stiegen zwar deutlich stärker — um 12,6 Prozent auf 408.386 Fahrzeuge — doch der wachsende Überhang nicht verkaufter Autos weckt Fragen zum Cashflow.

Kurszieldivergenz wie selten

Was bei den aktuellen Analysteneinschätzungen auffällt: Die Spanne zwischen Optimisten und Pessimisten ist ungewöhnlich weit. Auf der bullischen Seite hält die RBC trotz der schwachen Lieferzahlen an einem Kursziel von 500 Dollar fest — und verweist auf das Energiespeichergeschäft als langfristigen Wachstumstreiber, auch wenn die jüngsten Daten dort ebenfalls enttäuschten.

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Das andere Extrem: HSBC und JPMorgan sehen die Aktie bei 131 beziehungsweise 145 Dollar — und damit rund 60 Prozent unter dem aktuellen Kurs von rund 343 Dollar. HSBC-Analyst Michael Tyndall begründete seine „Reduzieren“-Empfehlung mit der zunehmenden Regionalisierung des Elektrofahrzeugmarkts. Verbraucher in China und der EU würden verstärkt heimische Hersteller bevorzugen, was Teslas Absatzpotenzial strukturell begrenze. JPMorgan wiederum betont den angeschwollenen Lagerbestand als konkretes Risikosignal.

Terafab als Gegengewicht

Abseits des Kerngeschäfts mit Elektroautos gibt es einen Faktor, der die Bewertungsdiskussion zunehmend überlagert: das Terafab-Projekt. Gemeinsam mit SpaceX und xAI plant Tesla den Bau von zwei KI-Chipfabriken in Texas mit einem Projektvolumen von 20 bis 25 Milliarden Dollar. Seit dieser Woche ist auch Intel als Partner an Bord — ein Signal, dass das Vorhaben technische Substanz gewinnt.

Gleichzeitig warnt Investor Michael Burry, dass die aktienbasierte Vergütung — allen voran für Elon Musk — die ausgewiesenen Gewinne strukturell nach oben verzerrt. Wer Tesla also auf Basis klassischer Gewinnkennzahlen bewertet, könnte ein verzerrtes Bild vor Augen haben.

Auf Jahressicht bleibt die Tesla-Aktie mit einem Plus von rund 26 Prozent im positiven Bereich, seit Jahresbeginn 2026 hat sie allerdings rund 24 Prozent eingebüßt. Vom Allzeithoch bei knapp 499 Dollar, das im Dezember 2025 markiert wurde, fehlen über 30 Prozent. Das Bild ist also gespalten — genau wie die Analysten, die im Durchschnitt ein Kursziel von rund 394 Dollar ausweisen, dabei aber eine Bandbreite von 25 bis 600 Dollar abdecken.

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