Tesla Aktie: Aufatmen nach den Schreckenszahlen

Teslas Auslieferungen sinken deutlich, übertreffen jedoch die pessimistischsten Prognosen. Die Aktie reagiert positiv auf die weniger dramatischen Zahlen.

Die Kernpunkte:
  • Auslieferungen sinken um 13,5 Prozent
  • Produktion übersteigt Absatz deutlich
  • Markt reagiert positiv auf Zahlen
  • Vollständige Quartalszahlen Ende Juli erwartet

Tesla hat seine Anleger im zweiten Quartal 2025 mit einem klassischen "Erwartungsmanagement" überrascht. Die Auslieferungszahlen des Elektroauto-Pioniers waren zwar schlecht – aber nicht so katastrophal wie befürchtet. Während die Aktie daraufhin zunächst zulegte, stellt sich die entscheidende Frage: Ist das nur ein kurzer Hoffnungsschimmer oder der Beginn einer echten Trendwende?

Die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache

Tesla lieferte im zweiten Quartal 384.122 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von rund 13,5 bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auf den ersten Blick ein herber Dämpfer für ein Unternehmen, das lange als Wachstumsmaschine galt.

Doch die Märkte reagierten positiv. Der Grund: Viele Investoren und Analysten hatten noch Schlimmeres erwartet. Gerüchte über Auslieferungen von nur 370.000 Fahrzeugen machten die Runde. Die offiziellen Zahlen lagen zwar knapp unter den Wall-Street-Schätzungen von 387.000 bis 390.000 Einheiten, aber deutlich über den pessimistischsten Prognosen.

Den Löwenanteil der Auslieferungen machten erwartungsgemäß die Volumenmodelle Model 3 und Model Y mit 373.728 Einheiten aus. Die verbleibenden 10.394 Fahrzeuge entfielen auf die teureren Modelle S und X sowie den Cybertruck.

Produktion läuft – aber wo bleiben die Käufer?

Interessant wird es beim Blick auf die Produktionszahlen: Tesla fertigte 410.244 Fahrzeuge – fast auf dem Niveau des Vorjahres. Das bedeutet: Die Produktionskapazitäten sind nicht das Problem. Vielmehr klafft eine Lücke zwischen dem, was Tesla herstellt, und dem, was tatsächlich verkauft wird.

Diese Diskrepanz deutet auf ein wachsendes Lagerproblem hin und bestätigt, was viele Branchenexperten schon lange befürchten: Die Nachfrage nach Elektroautos schwächelt. Tesla kämpft dabei gleich an mehreren Fronten: Chinesische Konkurrenten wie BYD drängen aggressiv auf den Markt, traditionelle Autobauer rüsten ihre E-Auto-Flotten massiv auf.

Der Musk-Faktor wird zum Risiko

Hinzu kommt ein Phänomen, das Tesla lange Zeit nicht kannte: politische Rückendeckung schlägt in Gegenwind um. CEO Elon Musks politische Aktivitäten sorgen offenbar bei einem Teil der Kundschaft für Unbehagen – ein Aspekt, der sich nur schwer in Zahlen fassen lässt, aber dennoch real zu sein scheint.

Das Umfeld für Elektroautos ist heute ein völlig anderes als noch vor wenigen Jahren. Tesla war einst der unbestrittene Platzhirsch in einem Nischenmarkt. Heute ist E-Mobilität Mainstream – und Tesla nur noch ein Anbieter unter vielen.

Jetzt wird es spannend

Die eigentliche Nagelprobe steht noch bevor: Am 23. Juli veröffentlicht Tesla seine vollständigen Quartalszahlen. Dann wird sich zeigen, wie sich der Auslieferungsrückgang auf Profitabilität und Cashflow auswirkt. Analysten werden besonders auf Updates zu den angekündigten günstigeren Modellen achten, die in der ersten Jahreshälfte 2025 erwartet werden.

Der positive Marktempfang der "weniger schlechten" Zahlen zeigt vor allem eines: Die Erwartungen waren bereits auf dem Tiefpunkt angekommen. Ob Tesla diesen Vertrauensvorschuss in echte Wachstumsimpulse ummünzen kann, bleibt abzuwarten.

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