Tesla Aktie: Chip-Fabrik und FSD-Ermittlung
Tesla startet milliardenschweres Chip-Projekt Terafab, während US-Behörden die Untersuchung des Fahrassistenzsystems FSD verschärfen. Die Aktie steht zwischen ambitionierten Zukunftsplänen und regulatorischen Risiken.

- Start der eigenen Chip-Fabrik Terafab mit 25 Mrd. Dollar Investition
- NHTSA verschärft Untersuchung von 3,2 Millionen FSD-Fahrzeugen
- Aktienkurs leidet unter regulatorischen Bedenken und Liefererwartungen
- Tesla strebt FSD-Zulassung in China und Europa an
Tesla steht gleichzeitig vor seinem ambitioniertesten Industrieprojekt und einer wachsenden regulatorischen Bedrohung für sein Kernversprechen. Am selben Tag, an dem das Chip-Fertigungsprojekt Terafab offiziell anlief, eskalierte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ihre Untersuchung des Fahrassistenzsystems FSD auf die Vorstufe eines möglichen Rückrufs. Für eine Aktie, deren Bewertung stark auf Zukunftsnarrativen basiert, ist das eine ungewöhnlich explosive Kombination.
Terafab: Tesla baut seine eigene Chip-Fabrik
Am 21. März 2026 startete Tesla offiziell das Terafab-Projekt — ein Vorhaben, das die vertikale Integration des Unternehmens auf eine neue Ebene heben soll. Die geplante Fabrik soll zwischen 100 und 200 Milliarden KI- und Speicherchips pro Jahr produzieren, mit einem Ziel von zunächst 100.000 Wafer-Starts pro Monat. Langfristig peilt Tesla eine Million Wafer-Starts an — das entspräche rund 70 Prozent der heutigen Gesamtkapazität von TSMC, in einer einzigen US-Anlage.
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Die Kosten sind gewaltig. Tesla schätzt das Projekt auf rund 25 Milliarden US-Dollar — ein Betrag, der noch nicht vollständig im ohnehin rekordhohen Investitionsplan für 2026 von über 20 Milliarden Dollar enthalten ist, wie CFO Vaibhav Taneja auf dem Earnings Call im Januar einräumte. Technologisch zielt Tesla auf den 2-Nanometer-Prozess, den modernsten derzeit kommerziell verfügbaren Fertigungsknoten. Der eigene KI-Chip der fünften Generation, AI5, soll zu den ersten Produkten gehören, die Terafab herstellt.
Der Hintergrund: Tesla sieht sich in drei bis vier Jahren mit einem Chip-Engpass konfrontiert, wenn es nicht selbst produziert. Elon Musk hatte das Projekt am 14. März auf X angekündigt, sieben Tage vor dem Start.
Branchenkenner bleiben skeptisch. Nvidia-CEO Jensen Huang bezeichnete es als „praktisch unmöglich“, TSMCs Fertigungskompetenz zu replizieren. TSMC hat Jahrzehnte und Dutzende Milliarden Dollar in seinen Vorsprung investiert. Intel, einst Weltmarktführer in der Chip-Fertigung, kämpft trotz über 100 Milliarden Dollar an Investitionen und tausenden erfahrener Ingenieure bis heute darum, seinen Rückstand aufzuholen.
Regulatorischer Druck auf FSD wächst
Parallel dazu eskalierte die NHTSA ihre Untersuchung von 3,2 Millionen Tesla-Fahrzeugen mit FSD-Assistenzsystem. Die Behörde öffnet nun eine technische Analyse — der formell notwendige Schritt vor einem möglichen Rückruf. Im Kern des Problems steht Teslas Entscheidung aus Mitte 2021, das kombinierte Kamera-Radar-System zugunsten des rein kamerabasierten „Tesla Vision“ aufzugeben.
Die NHTSA bemängelt, dass das System Sichtbeeinträchtigungen durch Blendung, Staub oder andere Hindernisse nicht zuverlässig erkennt und Fahrer nicht rechtzeitig warnt. Die Behörde verweist auf neun gemeldete Vorfälle, darunter einen tödlichen Unfall und zwei Unfälle mit Verletzten. Insgesamt laufen derzeit drei parallele NHTSA-Untersuchungen zu FSD — zu Sichtproblemen, Verkehrsverstößen und Lücken in der Unfallmeldung.
Das trifft Tesla zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen strebt derzeit die FSD-Zulassung in China und Europa an und hat seine Bewertung stark auf das Versprechen autonomen Fahrens und eines Robotaxi-Flotte gestützt. UBS-Analyst Joseph Spak formulierte es diese Woche direkt: Der Aktienkurs werde von Narrativen und den Zukunftserwartungen aus KI-Projekten getrieben — was jede neue Regulierung zu einem erheblichen Kursfaktor macht.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent verloren und notiert deutlich unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Hinzu kommt, dass UBS für das erste Quartal 2026 nur 345.000 Fahrzeugauslieferungen erwartet — 18 Prozent weniger als im Vorquartal. Der Quartalsbericht wird zeigen, ob Terafab-Ambitionen und FSD-Rückschläge die Anleger weiter verunsichern oder ob konkrete Fortschritte das Narrativ stabilisieren können.
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