Tesla Aktie: Das wahre Risiko

Tesla verzeichnet sinkende Auslieferungen bei gleichzeitig massivem Investitionsplan für KI-Chips und Rechenzentren. Die Kluft zwischen Kerngeschäft und Zukunftsvisionen wächst.

Die Kernpunkte:
  • Auslieferungen auf Jahrestief bei wachsendem Lagerbestand
  • Kapitalausgaben von über 20 Milliarden Dollar für 2026 geplant
  • Gemeinschaftsprojekt Terafab für KI-Chips mit riesigen Kosten
  • Neue Prozessoren zunächst für Roboter, nicht für Autos

Schwache Auslieferungen, volle Lager und eine gigantische Wette auf Künstliche Intelligenz. Bei Tesla klaffen das automobile Kerngeschäft und die Visionen von Elon Musk immer weiter auseinander. Am morgigen Mittwoch legt der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor.

Das schwächelnde Kerngeschäft

Die Ausgangslage ist angespannt. Tesla baute im ersten Quartal rund 408.000 Fahrzeuge, lieferte aber nur knapp 358.000 ab. Das ist der niedrigste Wert seit einem Jahr. Analysten hatten deutlich mehr erwartet.

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Der Überbestand wächst rasant. Vor allem bei den Modellen 3 und Y stauen sich unverkaufte Autos. An der Börse reagieren Investoren verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei rund 335 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von gut zehn Prozent auf der Kurstafel.

Milliarden-Plan offenbart

Im Mittelpunkt des Quartalsberichts dürften die massiven Investitionen stehen. Tesla plant für 2026 Kapitalausgaben von über 20 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das Geld fließt in neue Fabriken und riesige Rechenzentren.

Ein Projekt sprengt dabei alle Dimensionen. Zusammen mit xAI, SpaceX und Intel plant Tesla die Halbleiterfabrik Terafab. Die Anlage soll extrem leistungsfähige KI-Chips produzieren. Die Baukosten schätzt das Management auf 20 bis 25 Milliarden Dollar. Ein finanzieller Kraftakt.

Bemerkenswert ist ein Detail am Rande. Diese Summe ist in der regulären Jahresplanung noch gar nicht enthalten. Langfristig könnte das Projekt laut Experten Billionen verschlingen.

Chips für Roboter, nicht für Autos

Parallel dazu treibt Tesla die eigene Chip-Entwicklung voran. Das Design für den neuen AI5-Prozessor ist fertig. Die Massenproduktion startet allerdings erst Mitte 2027.

Die neuen Chips landen vorerst nicht in den Autos. Tesla verbaut sie zuerst in seinen humanoiden Optimus-Robotern und internen Supercomputern. Das kommende Cybercab fährt weiterhin mit der älteren Hardware.

Auch beim autonomen Fahren hinkt die Realität dem Anspruch hinterher. Tesla testet seinen Robotaxi-Dienst aktuell in drei texanischen Städten. In Dallas und Houston sind laut Branchendaten jedoch nur eine Handvoll Fahrzeuge aktiv. Konkurrent Waymo wickelt in den USA derweil wöchentlich 500.000 bezahlte Fahrten ab.

Die enorme Bewertung von Tesla stützt sich fast vollständig auf die KI-Fantasie. Das traditionelle Autogeschäft rechtfertigt den massiven Aufschlag gegenüber klassischen Herstellern nicht mehr. Am Mittwochabend muss Elon Musk erklären, wie er die gigantischen Investitionen finanzieren will. Fällt die Antwort vage aus, droht der Aktie ein empfindlicher Rücksetzer.

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