Tesla Aktie: Druck auf Autopilot wächst
Tesla übergibt umfangreiche Daten zur Autopilot-Sicherheit an US-Behörden, während neue Videos gefährlicher Fahrfehler für Aufsehen sorgen. Die Untersuchung trifft das Unternehmen in einer Phase mit Umsatzrückgang.

- Frist für Autopilot-Datenübergabe an US-Behörde abgelaufen
- Neues Video zeigt gefährlichen Fehler an Bahnübergang
- Untersuchung umfasst fast drei Millionen Tesla-Fahrzeuge
- Erster Umsatzrückgang in der Unternehmensgeschichte 2025
Für Tesla spitzte sich die Lage zu Beginn dieser Woche an zwei Fronten gleichzeitig zu. Während eine kritische Frist der US-Verkehrssicherheitsbehörde bezüglich der Autopilot-Daten abgelaufen ist, sorgt ein neues Video eines gefährlichen Fahrfehlers für Aufsehen. Kann das Unternehmen die wachsenden regulatorischen Zweifel an seiner wichtigsten Zukunftstechnologie zerstreuen?
Im Visier der Behörden
Nach zwei Fristverlängerungen musste Tesla am gestrigen 9. März weitreichende Unfall- und Telemetriedaten an die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) übergeben. Die Behörde untersucht das Fahrassistenzsystem Full Self-Driving (FSD), nachdem bis Dezember 2025 insgesamt 80 dokumentierte Vorfälle registriert wurden. Die Untersuchung umfasst rund 2,88 Millionen Fahrzeuge.
Tesla hatte im Vorfeld beklagt, dass die manuelle Überprüfung tausender Datensätze eine enorme Belastung darstelle. Die transparente Offenlegung dieser Daten ist nun entscheidend. Das erst im Januar in Austin gestartete Robotaxi-Projekt nutzt exakt jene FSD-Software, die aktuell im Zentrum der behördlichen Untersuchung steht. Zwar liegt die gemeldete Unfallquote der Robotaxis über dem US-Durchschnitt, Analysten weisen jedoch darauf hin, dass Tesla behördlich verpflichtet ist, selbst minimalste Parkrempler zu melden, die in normalen Statistiken kaum erfasst werden.
Virale Fehltritte häufen sich
Zusätzlichen Gegenwind lieferte ein Vorfall in Kalifornien. Eine am Sonntag veröffentlichte Dashcam-Aufnahme eines Model 3 zeigte, wie das Fahrzeug im FSD-Modus ungebremst durch geschlossene Schranken an einem Bahnübergang fuhr. Die Sensorik schien das Hindernis auf Höhe der Kameras schlichtweg nicht zu erkennen.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von dokumentierten FSD-Aussetzern ein. Eine Medienuntersuchung förderte kürzlich über 40 Schilderungen ähnlicher Probleme an Bahnübergängen zutage, darunter ein dokumentierter Zusammenstoß mit einem Zug in Pennsylvania. Die aktuelle NHTSA-Untersuchung schließt explizit das Versagen an Bahnübergängen mit ein.
Operative Schwäche und erstarkte Konkurrenz
Die regulatorischen Hürden treffen Tesla in einer ohnehin anspruchsvollen Phase. Im Jahr 2025 verzeichnete der Autobauer mit 94,8 Milliarden US-Dollar den ersten Umsatzrückgang seiner Unternehmensgeschichte. Die Auslieferungen sanken um knapp neun Prozent auf 1,63 Millionen Fahrzeuge. Gleichzeitig verlor Tesla die weltweite Marktführerschaft bei Elektroautos an den chinesischen Konkurrenten BYD, der seinen Absatz massiv ausbauen konnte.
Die Kombination aus schrumpfenden Verkäufen und regulatorischen Risiken zeigt sich auch am Markt. Aktuell notiert das Papier bei knapp 344 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein Minus von gut acht Prozent. Ein Lichtblick bleibt die solide Finanzlage: Mit einer auf über 20 Prozent gestiegenen Bruttomarge im vierten Quartal und Barreserven von 44,1 Milliarden US-Dollar kann Tesla kapitalintensive Projekte vorerst aus eigener Kraft finanzieren.
Die weitreichenden Autonomie-Pläne bleiben der zentrale Treiber für Teslas Unternehmenswert. Eine vollständige und überzeugende Datenübergabe an die NHTSA bietet nun die Chance, den regulatorischen Druck zu lindern und das Vertrauen der Aufsichtsbehörden zu stärken. Bei unzureichenden Antworten drohen dem Konzern jedoch Strafen, Rückrufe und vor allem weitreichende Verzögerungen bei der landesweiten Einführung des vollautonomen Fahrens.
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