Tesla Aktie: Energiechef geht von Bord

AJ Booth übernimmt die Leitung nach Mike Snyders Weggang; Teslas Energiegeschäft wuchs im dritten Quartal bei der ausgelieferten Batteriekapazität.

Die Kernpunkte:
  • AJ Booth folgt auf Mike Snyder
  • Snyders Weggang bislang nicht unabhängig bestätigt
  • Batteriekapazität im dritten Quartal um 9,6 Prozent gestiegen
  • Energiegeschäft steuerte im ersten Halbjahr rund 11 Prozent zum Umsatz bei

Personalwechsel in einer Sparte, die für Tesla immer wichtiger wird: Mike Snyder, Vizepräsident für Energie und Ladeinfrastruktur, hat das Unternehmen verlassen. Nachfolger wird AJ Booth, bisher Senior Director für Energieprodukt-Entwicklung. Tesla selbst äußerte sich zunächst nicht, die Personalie ist bislang nicht unabhängig bestätigt.

Ein Veteran der Energiesparte

Snyder kam 2014 zu Tesla und stieg bis an die Spitze des Megapack-Geschäfts auf, also der industriellen Großbatterien. 2024 beförderte ihn das Unternehmen zum Vizepräsidenten. Das geschah nach einer Konzernumstrukturierung, in deren Folge mehrere Topmanager gingen, darunter der langjährige Energiechef Drew Baglino.

Damit verliert Tesla innerhalb kurzer Zeit erneut einen prägenden Kopf der Sparte. Ob der Wechsel strategische Gründe hat, ist offen.

Energie wächst, Autos dominieren weiter

Das Geschäft läuft derweil. Im dritten Quartal legte der Energiebereich gemessen an der ausgelieferten Batteriekapazität um 9,6 Prozent zu. Am Umsatz hatte die Sparte im ersten Halbjahr etwa 11 Prozent Anteil, Elektrofahrzeuge kamen auf rund 70 Prozent.

Tesla will den Verkauf industrieller Batterien ausbauen, vor allem für Rechenzentren. Hinzu kommen Produkte für das Stromnetz und für Privathaushalte. Außerdem liegt ein Plan für eine Solarfabrik in Texas vor, Investitionsvolumen: rund 10 Milliarden Dollar.

Roadster-Show und Fusionsgerüchte

Am Donnerstagabend wollte Tesla den neuen Roadster von einem SpaceX-Testgelände in Texas aus zeigen. Die Reservierungen mit 50.000 Dollar Anzahlung laufen seit 2017, Liefertermine verfehlte das Unternehmen bislang alle. Finanziell dürfte das Modell als Kleinserie kaum ins Gewicht fallen.

Mehr Aufmerksamkeit erhält die Spekulation über einen Zusammenschluss mit SpaceX. Barclays hält eine Übernahme von Tesla durch SpaceX gegen Aktien für denkbar. Eine Ankündigung gibt es nicht.

Die Tesla-Aktie schloss am Donnerstag bei 362,44 Dollar, ein Minus von 1,3 Prozent. Nachbörslich lag sie leicht im Plus. Die Zahlen zum dritten Quartal stehen am kommenden Mittwoch nach US-Börsenschluss an. Dann dürfte sich zeigen, welche Rolle die Energiesparte unter neuer Führung im Gesamtbild spielt.

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