Tesla Aktie: Entscheidung fällt heute
Die US-Verkehrsbehörde NHTSA erwartet die finalen FSD-Daten von Tesla. Eine unvollständige Einreichung könnte Bußgelder oder Rückrufe zur Folge haben und die Bewertung des Unternehmens beeinflussen.

- NHTSA erwartet finale FSD-Datenlieferung
- Untersuchung umfasst 80 Vorfälle mit 2,88 Mio. Fahrzeugen
- Robotaxi-Dienst meldet 14 Unfälle auf 800.000 Meilen
- Aktie notiert 20 Prozent unter Allzeithoch
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erwartet heute die finale Datenlieferung zu Teslas Full Self-Driving Software. Was auf den ersten Blick wie eine Routineangelegenheit klingt, könnte über die Zukunft des gesamten Autonomie-Versprechens entscheiden – und damit über einen erheblichen Teil der aktuellen Bewertung.
80 Vorfälle und ein Datenberg
Seit Oktober 2025 läuft die offizielle Untersuchung PE25012. Auslöser waren zunächst 58 dokumentierte Vorfälle mit Fahrzeugen, die mit FSD unterwegs waren – darunter Rotlichtverstöße und Fahrten auf der Gegenfahrbahn. Bis Dezember wuchs die Zahl der erfassten Verstöße um 60 Prozent auf 80 Fälle. Betroffen sind rund 2,88 Millionen Fahrzeuge unterschiedlicher FSD-Versionen.
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Mitte Januar räumte Tesla gegenüber der NHTSA ein, noch 8.313 Datensätze manuell prüfen zu müssen – bei einer Bearbeitungsgeschwindigkeit von etwa 300 pro Tag. Gleichzeitig beklagte das Unternehmen die parallele Belastung durch mehrere behördliche Untersuchungen. Eine unvollständige oder problematische Einreichung könnte Bußgelder, Rückrufe oder Verzögerungen beim Rollout des unüberwachten FSD nach sich ziehen.
Robotaxi-Bilanz ernüchtert
Seit dem Start des Robotaxi-Dienstes in Austin im Juni 2025 wurden 14 Unfälle gemeldet – bei rund 800.000 gefahrenen Meilen. Das entspricht einem Vorfall pro 57.000 Meilen, während der US-Durchschnitt bei einem leichten Crash pro 222.000 Meilen liegt. Allerdings muss Tesla nach NHTSA-Vorgaben auch Bagatellschäden melden, etwa Rückwärtsmanöver mit Tempo unter 2 km/h gegen ein Hindernis. Solche Fälle tauchen in herkömmlichen Statistiken kaum auf.
Anleger positionieren sich defensiv
Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter dem Allzeithoch vom Dezember. An den Optionsmärkten sind Put-Kontrakte um die Marken von 390 und 370 Dollar gefragt – klassische Absicherungsgeschäfte. Parallel dazu zeigen Zulassungsdaten aus den USA und Europa eine nachlassende Nachfrage. Analysten führen das auch auf die zunehmend polarisierende Wirkung von CEO Elon Musk zurück, dessen öffentliche Auftritte in Politik und Krypto-Szene potenzielle Käufer abschrecken könnten.
Das Analystenurteil ist gespalten: Während Barclays ein neutrales Rating vergibt, sieht BNP Paribas mit einem Kursziel von 280 Dollar weiteres Abwärtspotenzial von rund 30 Prozent. JPMorgan taxiert die Aktie sogar nur auf 145 Dollar. Der Konsens von 27 Analysten lautet auf „Halten“.
Fundamentale Verschiebung läuft
2025 sank der Umsatz erstmals in der Börsengeschichte Teslas – um 3 Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar. Die Auslieferungen gingen um 10 Prozent auf 1,64 Millionen Fahrzeuge zurück. Gleichzeitig wuchs das Energiegeschäft um 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar und erzielte im vierten Quartal einen Rekord-Bruttogewinn von 1,1 Milliarden Dollar. Die Zahl aktiver FSD-Abonnements erreichte 1,1 Millionen.
Die heutige Dateneinreichung ist mehr als eine behördliche Pflichtübung. Sie wird zeigen, ob Tesla seine Autonomie-Ambitionen glaubwürdig untermauern kann – oder ob Investoren ihre Erwartungen grundlegend überdenken müssen. Am 21. April folgen die Quartalszahlen, die Aufschluss über die Margenentwicklung geben werden.
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