Tesla Aktie: Entscheidungswoche

Tesla startet autonomen Fahrdienst, doch sinkende Verkäufe und massive Insider-Verkäufe belasten die Stimmung vor den Quartalsergebnissen. Analysten bleiben skeptisch.

Die Kernpunkte:
  • Start des robotergesteuerten Taxidienstes in Austin
  • Erwarteter Gewinnrückgang im vierten Quartal
  • Umfangreiche Aktienverkäufe durch Führungskräfte
  • Strategiewechsel zu Abo-Modell für FSD-Software

Tesla steht vor einer richtungsweisenden Woche. Während das Unternehmen gerade seinen Robotaxi-Dienst in Austin gestartet hat, zeichnen die Fundamentaldaten ein ernüchterndes Bild: Sinkende Verkaufszahlen, fallende Gewinnschätzungen und massiver Insider-Verkauf belasten die Stimmung vor den Quartalszahlen am 28. Januar. Die Aktie notiert bei 449 Dollar – eine Bewertung, die vor allem auf KI-Hoffnungen basiert.

Robotaxi-Start: Ambition trifft auf Realität

Am 22. Januar nahm Tesla seinen vollautonomen Fahrdienst in Austin auf – erstmals ohne Sicherheitsfahrer am Steuer. Rund 30 bis 50 Fahrzeuge umfasst die Flotte, etwa zehn sind gleichzeitig im Einsatz. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 4,2 Prozent.

Doch die Dimensionen bleiben überschaubar. Alphabet-Tochter Waymo operiert bereits in fünf US-Märkten und liegt bei der kommerziellen Skalierung deutlich vorn. Tesla agiert im Robotaxi-Geschäft als Nachzügler – weit entfernt von dem landesweiten Rollout, den CEO Elon Musk ursprünglich für 2025 angekündigt hatte.

Q4-Zahlen: Der Absturz in den Daten

Am 28. Januar legt Tesla die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Die Erwartungen sind gedämpft:

  • Gewinn je Aktie: Analysten rechnen mit 0,45 Dollar – ein Rückgang von 0,73 Dollar im Vorjahresquartal
  • Umsatz: Prognose liegt bei 24,8 Milliarden Dollar (Vorjahr: 25,7 Milliarden)
  • Fahrzeugverkäufe 2025: Minus 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr
  • Cybertruck: Verkaufszahlen brechen um rund 48 Prozent ein

Tesla verlor 2025 den Titel als weltgrößter E-Auto-Hersteller an den chinesischen Konkurrenten BYD. Die Kernsparte Automobilgeschäft schwächelt massiv – und das spiegelt sich in den sinkenden Gewinnerwartungen wider.

Insider verkaufen im großen Stil

Während institutionelle Investoren wie Atlas Legacy Advisors ihre Positionen aufstockten, trennten sich Insider in den vergangenen 90 Tagen von 119.457 Aktien im Wert von etwa 53,5 Millionen Dollar. Besonders auffällig: Aufsichtsratsmitglied Kimbal Musk verkaufte Anteile für rund 25,6 Millionen Dollar, auch CFO Vaibhav Taneja reduzierte seine Bestände.

Die Analystengemeinde bleibt skeptisch. Barclays-Analyst Dan Levy belässt die Einstufung bei “Hold” mit einem Kursziel von 360 Dollar – das entspricht einem Abwärtspotenzial von etwa 20 Prozent. Wells Fargo zeigt sich noch pessimistischer: “Underweight” mit einem Ziel von nur 130 Dollar. Der Konsens an der Wall Street lautet: Die Bewertung basiert auf KI-Euphorie, nicht auf automobile Fundamentaldaten.

Strategieschwenk: Abo-Modell und Roboter

Tesla reagiert auf die schwachen Hardwareverkäufe mit einer Verlagerung auf wiederkehrende Erlösmodelle:

Ab dem 14. Februar 2026 entfällt die Kaufoption für “Full Self-Driving” (FSD). Die Software wird künftig ausschließlich im Abo-Modell angeboten. Musk kündigte beim Weltwirtschaftsforum in Davos zudem an, dass FSD bereits im Februar 2026 eine Zulassung in Europa erhalten könnte.

Beim humanoiden Roboter “Optimus” rechnet der CEO mit einem Verkaufsstart 2027, räumte aber ein, dass die Produktion “schmerzhaft langsam” verlaufe.

Bewertung auf KI-Niveau

Tesla wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 300 gehandelt – eine Bewertung, die fehlerfreie Umsetzung der KI- und Robotaxi-Strategie voraussetzt. Der Rückgang der E-Auto-Nachfrage nach Auslaufen der US-Steuergutschriften ist größtenteils eingepreist. Die entscheidende Frage: Können die Quartalszahlen am 28. Januar Belege für eine Stabilisierung der Margen liefern – oder wird die Schere zwischen Aktienkurs und fallenden Umsätzen eine Korrektur erzwingen?

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