Tesla Aktie: Fusionsfantasie trifft Robotik

Tesla meldete einen Gewinneinbruch bei besserem Cashflow als erwartet; Ausschüsse beraten über einen möglichen Zusammenschluss mit SpaceX.

Die Kernpunkte:
  • Sonderausschüsse erörtern möglichen Tesla-SpaceX-Zusammenschluss
  • Tesla-Gewinn sank, Cashflow übertraf Erwartungen
  • Optimus-Produktion in Kalifornien soll steigen
  • Musk sieht KI und Roboter als Schuldenlösung

Elon Musk spielt in dieser Woche gleich zwei Karten aus: Er bringt eine Fusion von Tesla und SpaceX ins Gespräch und erklärt KI und Roboter zum einzigen Ausweg aus der US-Schuldenlast. Für die Tesla-Aktie ergibt sich daraus ein Bild, das weit über das laufende Autogeschäft hinausreicht.

Fusion mit SpaceX: Sonderausschüsse prüfen

Auf der Telefonkonferenz zu den SpaceX-Zahlen sagte Musk am Dienstag, eine Zusammenführung beider Unternehmen halte er für eine „gute Idee“. Beide Seiten haben nach seinen Angaben Sonderausschüsse eingesetzt, die eine mögliche Transaktion besprechen. Eine Entscheidung gibt es bislang nicht.

Die Verflechtungen sind schon heute eng. SpaceX kaufte im dritten Quartal Megapack-Speichersysteme von Tesla für 151 Millionen Dollar. Zudem bauen beide Konzerne in Texas gemeinsam das Chipprojekt Terafab auf.

Gewinneinbruch, aber positiver Cashflow

Tesla selbst legte am Mittwoch Quartalszahlen vor. Der Gewinn brach ein, der Cashflow fiel dagegen besser aus als erwartet. Die Aktie geriet unter Druck. Marktbeobachter sehen darin ein bekanntes Muster: Das operative Geschäft schwächelt, der Blick der Anleger richtet sich auf die Zukunftsprojekte.

Dazu passt der Kurs, den der Konzern eingeschlagen hat. Tesla will vom klassischen Autobauer zum Robotik- und Autonomie-Unternehmen werden. Die Modelle S und X laufen aus, damit in Kalifornien die Produktion des humanoiden Roboters Optimus hochgefahren werden kann. Nach einem X-Beitrag von Musk sollen Optimus und das Cybercab den Großteil des Unternehmenswerts ausmachen.

Musks These zur Staatsverschuldung

In einem Podcast mit seinem Biografen Walter Isaacson sagte Musk, die Staatsverschuldung lasse sich nur über KI und Roboter in den Griff bekommen. Sparen allein reiche nicht. Die Erfahrungen bei DOGE hätten ihn dazu gebracht, diesen Weg für wenig aussichtsreich zu halten. Wie Technologie die Schulden konkret senken soll, ließ er offen.

Kritik kam unter anderem von Senator Bernie Sanders, der Musks Wahlkampfspenden für republikanische Politiker anprangert. Nach dessen Angaben fließen dafür mehr als 300 Millionen Dollar.

Für Tesla zählt am Ende die Umsetzung. Ob die Optimus-Produktion in Kalifornien Fahrt aufnimmt und ob die Gespräche der Sonderausschüsse zu einem konkreten Vorschlag führen, entscheidet über die Bewertung der Aktie. Als nächster Termin steht am 29. Oktober Amazon im Zahlenkalender der Tech-Riesen, bei der Berichtssaison insgesamt geht es um die Frage, wie lange der Markt die hohen KI-Investitionen mitträgt.

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