Tesla Aktie: Gedämpfte Hoffnungen?

Tesla stellt die Modelle S und X ein und fokussiert sich auf humanoide Roboter, während die US-Verkehrssicherheitsbehörde kritische Daten zum autonomen Fahren anfordert.

Die Kernpunkte:
  • US-Behörde fordert Daten zu FSD-Software bis 9. März
  • Produktion der Modelle S und X wird eingestellt
  • Fokus auf humanoide Optimus-Roboter und autonomes Fahren
  • Analystenmeinungen zum Strategiewechsel klaffen weit auseinander

Tesla steht vor einer Woche der Wahrheit. Während die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bis zum 9. März kritische Daten zum autonomen Fahren fordert, vollzieht der Konzern einen historischen Schnitt. Die einstigen Flaggschiffe Model S und Model X werden eingestellt – CEO Elon Musk setzt nun fast alles auf eine Karte: Humanoide Roboter und autonomes Fahren.

Druck der Behörden wächst

Im Zentrum der aktuellen Anspannung steht eine Frist der US-Behörde für Straßenverkehrssicherheit (NHTSA). Bis zum kommenden Montag, dem 9. März, muss Tesla umfangreiche Daten zu potenziellen Sicherheitsverstößen seiner „Full Self-Driving“ (FSD) Software liefern. Die Ermittlungen wurden eingeleitet, nachdem 58 Vorfälle mit der Software in Verbindung gebracht wurden, darunter das Überfahren roter Ampeln und riskante Spurwechsel.

Der Automobilhersteller kämpft dabei mit der schieren Masse der angeforderten Informationen. Bereits im Januar meldete das Unternehmen einen Rückstand von über 8.000 manuell zu prüfenden Datensätzen, was zu einer Fristverlängerung führte. Die Behörde verlangt detaillierte Zeitabläufe und Videoaufnahmen, um zu klären, ob systemische Fehler vorliegen. Sollten die Daten gravierende Mängel offenlegen, könnte dies die Zulassung der Robotaxi-Flotte gefährden, die in Austin bereits erste unüberwachte Fahrten durchführt.

Das Ende der Luxus-Klasse

Parallel zu den regulatorischen Hürden baut Musk das Unternehmen radikal um. Wie im jüngsten Quartalsbericht bestätigt, läuft die Produktion der Modelle S und X im kalifornischen Werk Fremont zum Ende des zweiten Quartals 2026 aus. Diese Entscheidung ist die Konsequenz aus der schwächelnden Nachfrage: Im Jahr 2025 sanken die Verkäufe dieser Modelle drastisch, beim Model S allein um über 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die freiwerdenden Kapazitäten in Fremont sollen jedoch nicht leerstehen. Tesla plant, die Produktionslinien durch eine Fertigung für den humanoiden Roboter „Optimus“ zu ersetzen, mit einer angepeilten Kapazität von einer Million Einheiten pro Jahr. Es ist eine klare Abkehr vom klassischen Autobauer hin zu einem KI- und Robotik-Konzern.

Wette auf die Zukunft

Finanziell steht das Unternehmen trotz des Kursrückgangs der letzten Tage – die Aktie notiert aktuell bei 334,05 Euro – solide da. In den USA konnte Tesla seinen Marktanteil auf über 60 Prozent ausbauen, da viele Konkurrenten ihre Elektro-Ambitionen zurückgeschraubt haben oder vom Markt verschwunden sind. Global jedoch musste man die Marktführerschaft an den chinesischen Konkurrenten BYD abtreten.

Die Analystenmeinungen klaffen angesichts dieses Pivots weit auseinander. Während Skeptiker wie Gordon Johnson (GLJ Research) ein Kursziel von lediglich rund 25 US-Dollar sehen, halten Optimisten an Zielen von bis zu 600 US-Dollar fest. Die Bewertung hängt nun primär daran, ob die Sicherheitsdaten der NHTSA standhalten und ob der Markt an die Profitabilität der Roboter-Sparte glaubt.

Für Anleger markiert der 9. März den nächsten entscheidenden Meilenstein. Sollten die eingereichten Daten systemische Fehler in der FSD-Software offenlegen, drohen Rückrufe, die die gesamte Robotaxi-Strategie ins Wanken bringen könnten. Langfristig hängt der Unternehmenserfolg nun davon ab, ob die Wette auf künstliche Intelligenz die wegfallenden Umsätze der etablierten Luxussparte kompensieren kann.

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