Tesla Aktie: Hintergrundwissen gefragt
Tesla setzt erstmals fahrerlose Robotaxis im kommerziellen Betrieb ein, während das Unternehmen gleichzeitig Stellen abbaut und Marktanteile verliert. Die kommende Quartalsbilanz wird zeigen, ob die Software-Offensive die Schwächen im Kerngeschäft ausgleichen kann.

- Premiere für fahrerlose Robotaxis in Texas
- Versicherer gewährt Rabatt für FSD-Nutzer
- Barclays erhöht Kursziel, bleibt skeptisch
- Stellenabbau im Werk Grünheide um 14 Prozent
Tesla hat in Austin, Texas, eine Schwelle überschritten: Erstmals fahren die Robotaxis des Unternehmens ohne Sicherheitsfahrer im kommerziellen Betrieb. Während CEO Elon Musk in Davos großspurig eine flächendeckende Verbreitung bis Ende 2026 ankündigte, liefert die kommende Quartalsbilanz am 28. Januar 2026 den Realitätscheck für ein Unternehmen, das gleichzeitig Marktanteile verliert und Stellen abbaut.
Autonomiepremiere in Austin
Seit Donnerstag rollen in der texanischen Hauptstadt einzelne Fahrzeuge der Robotaxi-Flotte ohne menschlichen Aufpasser durch die Straßen. Musk bestätigte den Start via X und auf dem Weltwirtschaftsforum: Die betroffenen Einheiten sind in die reguläre Flotte eingebunden, Passagiere können sie über die App buchen. Bislang saß bei allen kommerziellen Fahrten ein Sicherheitsfahrer am Steuer – diese Ära ist nun in Austin beendet.
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Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Eine Woche vor den Q4-Zahlen setzt Tesla ein Signal, dass die Softwaresparte – Musks bevorzugtes Narrativ für die Bewertung – Fortschritte macht. Die Frage bleibt, wie schnell die Skalierung gelingt und ob die Regulierungsbehörden mitziehen.
Versicherer senkt Prämien für FSD-Nutzer
Parallel dazu kooperiert Tesla mit dem Versicherer Lemonade. Das Unternehmen bietet einen Nachlass von rund 50 Prozent auf Meilen, die mit Teslas “Full Self-Driving”-Software zurückgelegt werden. Grundlage sind Telemetriedaten direkt aus den Fahrzeugen.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als externe Bestätigung der FSD-Sicherheitsdaten. Ein Versicherer würde solche Rabatte nicht gewähren, wenn die Unfallstatistik dagegen spräche. Lemonades Aktie legte nach der Ankündigung zweistellig zu – ein Hinweis darauf, dass Investoren das Geschäftsmodell für tragfähig halten.
Barclays hebt Kursziel – bleibt aber skeptisch
Die Investmentbank Barclays erhöhte am 22. Januar ihr Kursziel von 350 auf 360 US-Dollar, behält aber das Rating “Equal Weight” bei. Analyst Dan Levy begründet die Zurückhaltung mit den erwarteten Volumenzahlen für 2026 und einem durchwachsenen vierten Quartal.
Wichtige Eckdaten:
– Neues Kursziel: 360 US-Dollar
– Aktueller Kurs (Donnerstag): rund 449 US-Dollar
– Konsenserwartung Q4 2025: 24,49 Mrd. US-Dollar Umsatz, 0,44 US-Dollar Gewinn je Aktie
Das Kursziel liegt damit 20 Prozent unter dem aktuellen Handelsniveau – trotz Anhebung. Levy sieht langfristiges Potenzial in der Autonomie, zweifelt aber an der kurzfristigen Dynamik im Kerngeschäft.
Realität in Grünheide: 1.700 Stellen gestrichen
Während in den USA Software-Erfolge gefeiert werden, schrumpft die Belegschaft im Brandenburger Werk. Die Gigafactory Grünheide beschäftigt noch etwa 10.700 Mitarbeiter – 1.700 weniger als zuvor, ein Rückgang um 14 Prozent. Die Kürzungen fügen sich in ein globales Sparprogramm ein, mit dem Tesla auf nachlassende Nachfrage und verschärften Wettbewerb in Europa reagiert.
Dazu passt: Teslas Marktanteil in Kalifornien fiel 2025 auf 9,9 Prozent, nach 11,6 Prozent im Vorjahr. Der chinesische Rivale BYD hat Tesla im Gesamtjahr bei den weltweiten Verkaufszahlen überholt.
Die Zahlen entscheiden
Am 28. Januar legt Tesla die Q4-Bilanz vor. Anleger erwarten Klarheit, ob die Autonomie-Offensive die Schwäche im Fahrzeuggeschäft ausgleichen kann. Die Software verspricht hohe Margen, doch der Großteil der Umsätze kommt weiterhin aus dem Autoverkauf – und dort läuft es stockend. Der Earnings Call wird zeigen, ob Musk einen glaubwürdigen Pfad zur Skalierung der Robotaxis präsentieren kann oder ob die Investoren eine weitere Enttäuschung einpreisen müssen.
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