Tesla Aktie: Hoffnung schlägt Zahlen

Teslas Aktienkurs zeigt sich robust, obwohl die Fahrzeugverkäufe schrumpfen und BYD die Marktführerschaft übernimmt. Anleger fokussieren sich auf politische Allianzen und Fortschritte bei autonomen Robotaxis.

Die Kernpunkte:
  • Jahresabsatz von Elektroautos sinkt um neun Prozent
  • Chinesischer Rivale BYD wird neuer Marktführer
  • Energiespeichergeschäft erreicht Rekordinstallationen
  • Kurs profitiert von politischen Spekulationen und Robotaxi-Plänen

Die Auslieferungszahlen enttäuschen, der Jahresabsatz schrumpft und der Titel als größter E-Auto-Hersteller ist futsch. Eigentlich keine guten Nachrichten für Tesla. Doch die Aktie trotzt den schwachen Fundamentaldaten und legt heute um 1,66 Prozent zu. Anleger scheinen den Blick aktuell weniger auf den Fahrzeugverkauf und mehr auf politische Allianzen und autonome Zukunftsvisionen zu richten.

Abschied vom Wachstumsmotor?

Die operativen Daten für das abgelaufene Jahr zeichnen ein nüchternes Bild. Mit 418.227 ausgelieferten Fahrzeugen im vierten Quartal verfehlte der Konzern die Markterwartungen. Gravierender wiegt die Jahresbilanz: Zum zweiten Mal in Folge musste Tesla einen Absatzrückgang verzeichnen, diesmal um rund 9 Prozent auf 1,64 Millionen Einheiten.

Dieser Schwund hat symbolische Konsequenzen. Der chinesische Konkurrent BYD ist an den Amerikanern vorbeigezogen und hat sich mit 2,26 Millionen verkauften Elektrofahrzeugen die Marktführerschaft gesichert. Während die Automobilsparte mit Marktsättigung und harter Konkurrenz kämpft, liefert zumindest die Energiesparte einen Lichtblick: Mit 14,2 GWh an Speicherinstallationen erreichte dieser Bereich im letzten Quartal einen neuen Rekordwert.

Politik und Robotaxis als Kurstreiber

Dass der Kurs bei 445,34 USD notiert und damit Stärke zeigt, führen Marktbeobachter vor allem auf die politische Fantasie zurück. CEO Elon Musk pflegt demonstrativ seine Nähe zur neuen US-Regierung. Ein Treffen mit Donald Trump am Wochenende und optimistische Äußerungen Musks in den sozialen Medien nähren die Spekulation auf ein deutlich freundlicheres Regulierungsumfeld für den Konzern.

Zusätzlich stützt der technologische Ausblick die Stimmung. Berichten zufolge befinden sich bereits mehrere “Cybercabs” im Testbetrieb auf öffentlichen Straßen in Texas und Kalifornien. Anleger werten diese Fortschritte beim autonomen Fahren derzeit höher als die Stagnation im Kerngeschäft. Analysten reagieren indes gespalten: Während Häuser wie JPMorgan an ihrer Verkaufsempfehlung festhalten, sehen andere in den Zahlen ein “Besser als befürchtet”-Szenario. Bemerkenswert ist zudem, dass Insider, darunter der CFO, im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung Aktienpakete verkauft haben.

Der Markt gewichtet derzeit die politischen und technologischen Zukunftschancen höher als die aktuelle Absatzschwäche. Ob diese Rechnung aufgeht, wird sich im Frühjahr konkretisieren müssen: Für April 2026 hat Elon Musk den Produktionsstart der Cybercabs in Aussicht gestellt. Bis dahin bleibt der Beweis ausstehend, ob die Vision den realen Rückgang im Autoverkauf kompensieren kann.

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