Tesla Aktie: Milliardenquelle versiegt

Tesla verliert ab 2026 wichtige Einnahmen aus dem CO2-Zertifikatehandel, da Partner wie Toyota und Stellantis den Pool verlassen. Das Management wehrt sich gegen Kritik an der deutschen Gigafactory.

Die Kernpunkte:
  • Austritt von Toyota und Stellantis aus EU-Emissionspool
  • Bilanz verliert Milliarden-Einnahmequelle mit 100% Marge
  • Gigafactory Grünheide erreichte über 200.000 Fahrzeuge
  • Aktie notiert im Minus bei gespaltener Analystenmeinung

Tesla droht der Verlust einer äußerst lukrativen Einnahmequelle. Da Großkonzerne wie Toyota und Stellantis den europäischen CO2-Pool verlassen, brechen dem E-Auto-Pionier ab 2026 wichtige Gelder weg, die bisher verlässlich die Bilanz aufpolierten. Gleichzeitig sorgt die deutsche Gigafactory für Unruhe: Das Management widerspricht Medienberichten über angeblich enttäuschende Produktionszahlen vehement.

Ende einer profitablen Allianz

Ab 2026 werden die Automobilriesen Toyota und Stellantis nicht mehr Teil des von Tesla geführten europäischen Emissions-Pools sein. Dieser Schritt ist für den US-Konzern finanziell schmerzhaft, da der Verkauf von CO2-Zertifikaten an andere Hersteller eine Marge von nahezu 100 Prozent bietet. Allein im Jahr 2025 generierte der europäische Pool geschätzte eine Milliarde Euro für Tesla.

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Die Gründe für den Austritt sind operativer Natur: Toyota erwartet, sein Emissionsziel für 2025 dank eines hohen Anteils an Hybridfahrzeugen eigenständig zu erreichen. Stellantis wiederum plant einen eigenen Pool mit seiner Tochtergesellschaft Leapmotor. Damit verbleiben im Tesla-Pool vorerst nur noch kleinere Partner wie Ford, Honda, Mazda und Suzuki. Global sanken die Einnahmen aus solchen regulatorischen Gutschriften bereits 2025 um rund 28 Prozent.

Streit um Grünheide-Zahlen

Neben den finanziellen Sorgen muss das Management auch die operative Leistung in Deutschland verteidigen. Andre Thierig, Leiter der Gigafactory in Grünheide, wies einen Bericht des „Handelsblatt“ öffentlich zurück. Während die Zeitung behauptete, 2025 seien nur 149.000 Model Y produziert worden, korrigierte Thierig diese Zahl auf über 200.000 Fahrzeuge.

Der Werksleiter betonte, dass dieses Volumen trotz einer notwendigen Produktionsunterbrechung für einen Modellwechsel im ersten Quartal erreicht wurde. Insgesamt liefen am Standort seit 2022 über 700.000 Fahrzeuge vom Band. Diese Klarstellung ist wichtig, um Zweifel an der Nachfrage und der Effizienz des deutschen Standorts zu zerstreuen, in den bereits über fünf Milliarden Euro investiert wurden.

Marklage und Analysten-Votum

Die Aktie reagiert auf die gemischte Nachrichtenlage zurückhaltend und notiert aktuell bei 337,50 Euro. Der Titel steht auf Jahressicht mit knapp 10 Prozent im Minus. Fundamental belastet zudem die Situation in Schweden, wo die Neuzulassungen im Februar 2026 um 10 Prozent sanken und der Konkurrent Polestar an Tesla vorbeizog.

Analysten sind sich über die weitere Entwicklung uneins, was sich in einer breiten Spanne von Kurszielen widerspiegelt. Während das Konsens-Rating überwiegend auf „Halten“ lautet, bestätigte das Analysehaus Stifel Nicolaus zuletzt seine optimistische Einschätzung mit einem Ziel weit über dem aktuellen Kursniveau.

Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun auf die Kompensation der wegfallenden CO2-Einnahmen. Da die Zusammensetzung der EU-Emissionspools bis zum 1. Dezember 2026 finalisiert sein muss, bleibt dem Management nur wenig Zeit, neue Partner zu finden oder die Profitabilität im Kerngeschäft deutlich zu steigern, um den wegfallenden Gewinnbeitrag auszugleichen.

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