Tesla Aktie: NatPower-Deal auf 15 Milliarden ausgebaut

Tesla sichert sich einen Milliardenauftrag für Energiespeicher und erhält optimistischere Analystenschätzungen für die Fahrzeugauslieferungen.

Die Kernpunkte:
  • Milliardenschwerer Energiespeicher-Deal fix
  • Morgan Stanley hebt Auslieferungsprognose an
  • Ausbau der Gigafactory Berlin geplant
  • Aktie reagiert mit Kursgewinnen

Tesla meldet sich mit einem Paukenschlag zurück. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn noch im Minus notiert, sorgen neue Prognosen und ein milliardenschwerer Deal für Optimismus. Die Stimmung am Markt dreht sich spürbar.

Analysten heben Prognosen an

Die Investmentbank Morgan Stanley korrigiert ihre Erwartungen für das zweite Quartal deutlich nach oben. Analyst Andrew Percoco rechnet nun mit 413.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Zuvor lag die Schätzung bei lediglich 373.000 Einheiten. Das entspräche einem Plus von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Experten sehen vor allem in China und Europa eine Erholung der Nachfrage. Nach einem volatilen Jahr 2025 stabilisieren sich die Neuzulassungen seit April merklich. In einigen europäischen Märkten haben sich die Zulassungszahlen sogar vervielfacht.

Ausbau der Gigafactory Berlin

In der Fabrik bei Berlin zieht Tesla parallel dazu das Tempo an. Das Unternehmen plant eine wöchentliche Produktion von 7.500 Fahrzeugen. Das entspricht einer Steigerung um 20 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Für dieses Ziel will der Konzern rund 1.000 neue Mitarbeiter einstellen.

Gigantischer Deal für die Energiesparte

Abseits des Automobilgeschäfts punktet Tesla mit seiner Energiesparte. Ein neuer Vertrag mit dem Energieunternehmen NatPower sieht den Aufbau von 25 Gigawattstunden Speicherkapazität vor. Dieser erste Schritt hat einen Wert von rund fünf Milliarden Dollar.

Langfristig könnte das Volumen auf über 15 Milliarden Dollar anwachsen. Tesla liefert dafür seine Megapack-Systeme und die passende Steuerungssoftware. Das Projekt umfasst zunächst fünf Standorte in Italien und Großbritannien.

Trotz des Kursplus von 3,19 Prozent auf 339,80 Euro bleibt die Aktie technisch angeschlagen. Sie notiert knapp drei Prozent unter dem 50-Tage-Schnitt. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit 46,2 Punkten eine neutrale Lage.

Anfang Juli folgt der nächste Härtetest. Dann veröffentlicht Tesla die offiziellen Auslieferungszahlen für das zweite Quartal. Marktteilnehmer beobachten parallel dazu Berichte über eine neue Modellvariante für den US-Markt im Herbst.

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