Tesla Aktie: NHTSA beendet Untersuchung

Investor Burry setzt auf fallende Kurse bei Tesla. Positive Nachrichten von der US-Sicherheitsbehörde NHTSA stützen den Autobauer.

Die Kernpunkte:
  • Neue Short-Wette von Michael Burry
  • NHTSA schließt Lenkungsuntersuchung ab
  • Q2-Lieferzahlen stehen bevor
  • Analystenschätzungen zwischen 397.000 und 420.000

Michael Burry geht einmal mehr gegen Tesla vor. Der Investor, der mit seiner Wette gegen den Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 weltberühmt wurde, hat eine neue Short-Position auf den Elektroauto-Pionier eröffnet.

Am 30. Juni 2026 stieg Burry bei einem Kurs von 416,22 Dollar short ein. Der Trade ist Teil einer Strategie gegen Unternehmen, die er für überbewertet hält. Neben Tesla stehen auch Nvidia, Caterpillar und Applied Materials auf seiner Abschussliste.

Burrys These basiert auf technischen Extremen. Der Philadelphia Semiconductor Index notierte zuletzt 65 Prozent über seiner 200-Tage-Linie – eine Abweichung, die es zuletzt während der Dotcom-Blase gab. Dass Tesla primär ein Autobauer ist, spielt für Burry offenbar keine Rolle. Die Bewertung des Konzerns hängt zunehmend an KI-Projekten wie dem Roboter Optimus und der Full-Self-Driving-Software.

Behörde schließt Sicherheitsuntersuchung

Parallel zum Short-Angriff erhielt Tesla positive Nachrichten von den Regulierern. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA beendete eine dreijährige Untersuchung zu Lenkungsausfällen bei rund 376.000 Fahrzeugen der Modelle 3 und Y. Ein Rückruf und anschließende Analysen hätten keinen Defekt mehr ergeben.

Der Schritt beseitigt einen erheblichen regulatorischen Risikofaktor. Allerdings bleibt die Behörde wachsam. Neue Ermittlungen nach einem tödlichen Unfall in Kalifornien laufen bereits. Auch die Langzeit-Prüfung des FSD-Systems bei schlechter Sicht geht weiter.

Lieferzahlen als nächster Kurstreiber

Die Blicke der Anleger richten sich nun auf den Q2-Lieferbericht, der in den nächsten Tagen erwartet wird. Die Schätzungen der Analysten streuen breit:

  • Goldman Sachs: 420.000 Einheiten, ein Plus von neun Prozent zum Vorjahr.
  • Barclays: 418.000 Auslieferungen.
  • Deutsche Bank: Rund 416.000 Einheiten. Starke Erholung in Europa und China.
  • Cantor Fitzgerald: Vorsichtige 397.414 Fahrzeuge.

Der erwartete Absatzschub stützt sich auf steigende Spritpreise und eine Erholung in China. Dort verkaufte Tesla im Mai 85.982 Fahrzeuge im Großhandel. In Nordamerika dürften die Zahlen dagegen sinken – unter anderem wegen ausgelaufener Steuervergünstigungen.

Die Tesla-Aktie schloss am Dienstag bei 368,75 Euro. Das ist ein Plus von 11,49 Prozent binnen sieben Tagen. Seit Jahresbeginn liegt der Kurs aber 1,38 Prozent im Minus. Rund 13 Prozent fehlen zum 52-Wochen-Hoch von 424,10 Euro aus dem Dezember 2025.

Der RSI von 58,6 signalisiert weder Überkauft- noch Überverkauft-Situation. Liegt der Lieferbericht deutlich über oder unter dem Konsens von rund 406.000 Fahrzeugen, dürfte das den Kurs für das gesamte dritte Quartal prägen.

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